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19.02.2012
BIELEFELD
Fakultät für Medizin kommt nicht nach Bielefeld
SPD und Grüne einig

Bielefeld (ard). SPD und Grüne in Nordrhein-Westfalen haben sich nach Informationen der Neuen Westfälischen darauf geeinigt, keine neue medizinische Fakultät an der Universität Bielefeld anzustreben. Das geht aus einem gemeinsamen Papier hervor, das der NW vorliegt. Vielmehr soll die künftige medizinische Versorgung auch der ländlichen Gebiete in Ostwestfalen-Lippe durch eine Zusammenarbeit zwischen der Uni Bochum und Kliniken sowie Arztpraxen in der Region sichergestellt werden.

Dabei setzen SPD und Grüne darauf, dass die praktische Ausbildung der Studierenden nach dem siebten Semester in OWL zu einem sogenannten Klebeeffekt führt, das heißt, dazu, dass sie ihre berufliche Zukunft in Krankenhäusern der Region suchen oder sich als Vertragsärzte niederlassen.

Darüber hinaus soll die medizinische Forschung in der Region verstärkt werden. Dazu fordern die rot-grünen Politiker die Einrichtung eines Forschungsfonds OWL, der an der Uni Bielefeld verwaltet wird.

Mehr lesen Sie Montag in der Neuen Westfälischen.

Kommentare
Was für eine beschränkte Kirchturm-Denke! Als wenn nur oder besonders viel oder besonders gut in Bochum, Wolfsburg oder Zuffenhausen Auto gefahren würde, nur weil dort Autos gebaut werden! Wie blöd ist diese Logik denn? Und wenn man sie weiterdenkt, dann müssten die medizinischen Fakultäten ja wohl in Höxter oder Warburg eingerichtet werden und in McPomm würde man den Studierenden am besten Schlösser mit lebenslanger Wohnberechtigung bereit stellen. Am Ende wird dann mal wieder völlig am Bedarf vorbei ausgebildet.
Bei manchen Kommentaren kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass es eher um die Kühlung des eigenen Gemütes geht und um die Gelegenheit gegen die Landesregierung nachzutreten.

Was machen eigentlich unsere Politiker hier in OWL?
Sind die die so durchsetzungsschwach? Oder sollte man über ein neues Bundesland OWL nachdenken.
Wäre nicht mal das kleinste Bundesland und die Gelder blieben in der Region - so wie es jetzt läuft ist es sche...

Unglaublich aber zu befürchten wenn selbst OWL-Politiker gegen eine med. Fakultät in Bielefeld/OWL sind...

Es geht ja nicht nur um Landärzte. So eine Einrichtung zieht viel Positives mit sich (Arbeitsplätze, Institute, Reputation, Menschen,...) Für Stadt und Region.
Die "Bundesbedenkenträger" von den Grünen werden das nie verstehen, weil sie verblendet sind. Schade auch, dass Politiker sämtlicher Parteien ihre Parteiengeschacher über die eigentlichen Interessen der Heimatstadt stellen. Ich erinnere an die CDU und die nicht gewährten Arminiahilfen in der wohl dunkelsten Stunde des Vereins.

Nun denn, wir werden das Schanddiktat von Rhein und Ruhr wohl noch weiter ertragen müssen. Wichtig ist jetzt nicht aufzugeben sondern weiterzuarbeiten. Die Fakultät muss weiterhin gefordert werden. Unsere Welt ist schnelllebig. Was sind Aussagen von Politikern denn schon wert?!

@HNO & Lucanus: Leider ist es nicht nur rot-grün, die OWL die kalte Schulter zeigen. Das wäre dann ja auch zu schön. Man könnte sie abwählen und schon sähe es bei uns besser aus. Aber die Wirklichkeit im schwarz-gelben Regierungsalltag war mindestens ebenso OWL-feindlich, wie dies bereits seit Jahrzehnten von ALLEN Vorgängeregierungen praktiziert wurde. Von Innovationsfeindlichkeit kann man übrigens auch nicht sprechen, da die Idee des Gesundheitscampus in Bochum ja eine gute ist, nur leider mal wieder am falschen Standort!!!

Als Alternative wäre eine Zusammenarbeit der hiesigen Krankenhäuser mit der Uni in Hannover denkbar.
Auch wäre ein Bürgerbegehren zwecks Ausgliederung aus NRW nicht schlecht. Die Enge Verbundenheit mit dem Großraum Osnabrück und dem Großraum Hannover lässt eine Eingliederung OWL ins Land Niedersachsen vernünftig erscheinen.



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