Bünde (jov). Die Polizei in Herford hat einen gesuchten Tierquäler dingfest gemacht. Der 23-Jährige aus Bünde konnte mit Hilfe von Zeugenaussagen ermittelt werden. Er soll eine Schäferhündin grausam erstickt haben.
Am letzten Augustwochenende hatten Spaziergänger im Naturschutzgebiet Doberg den Kadaver der schwarz-braunen Hündin aufgefunden. Die Hündin war absichtlich getötet worden. Der damals noch unbekannte Täter hatte ihr Klarsichtfolie um die Nase gebunden und sie an einem Baum festgemacht. Nach Darstellung der Polizei habe das Tier einen dramatischen Todeskampf erlitten.
Kein unbeschriebenes Blatt
Durch die Ermittlungen stellte die Polizei fest, dass der 23-Jährigen aus Bünde in der Vergangenheit Halter eines Schäferhundes war. Auch konnten in der Wohnung Spuren der Hündin gesichert werden. In der Vernehmung räumte der Verdächtige ein, dass er dem Hund die Schnauze umwickelt und so getötet hatte.
Als Motiv gab der Verdächtige an, dass es eine Kurzschlussreaktion gewesen sei. Er habe im privaten Umfeld Probleme auch wegen des Hundes gehabt. Der 23-Jährige ist bei der Polizei kein unbeschriebenes Blatt.
Die Tat hatte erhebliche Reaktion von Tierliebhabern ausgelöst. So lobten unter anderem Tierschutzorganisationen eine Belohnung aus.