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22.09.2009
Tierquäler führt Hund spazieren
Veterinäramt rettet Border-Collie aus Wohnung / Tierschützer fassungslos
VON HENDRIK STEFFENS

Grausam erstickt | FOTO: POLIZEI HERFORD

Bünde. In der Wohnung des 23-jährigen Bünders, der gestanden hatte, seine Schäferhündin am Doberg brutal getötet zu haben, wurde erneut ein Hund gefunden. Nach NW-Informationen wurde der junge Border-Collie-Mischling von Beamten des Kreis-Veterinäramtes mittlerweile aus der Wohnung des Bünders befreit.

Aufmerksamen Nachbarn ist es zu verdanken, dass das Veterinäramt eingeschaltet werden konnte: Als einer der Hausbewohner am Samstag sah, dass der Mann nur drei Wochen, nachdem er seine Schäferhündin getötet hatte, wieder einen Hund an der Leine führte, verständigte er die Herforder Beamten. Die handelten umgehend, holten den Collie noch am selben Abend aus der Wohnung und brachten ihn ins Tierheim Ahle. Dort soll sich das Tier nun beruhigen. Der Hund sei "völlig traumatisiert", hieß es gestern von den Tierschützern.

Wie es dazu kam, dass der Mann erneut einen Hund halten konnte, das beschäftigt Petra Mohnke-Bröder. Sie war maßgeblich an der Aufklärung der Tierquälerei am Doberg beteiligt und hakte nach. "Anhand des Halsbandes konnten wir die Herkunft des Hütehundes ermitteln. Sein ursprünglicher Halter lebt in Gronau", erklärt Mohnke-Bröder. Die Frau des Halters habe das Tier wohl mit nach Bad Salzuflen gebracht. "Leider haben wir sie noch nicht erreicht", sagt die Tierschützerin. Auf Befragung durch die Vertreter des Veterinäramtes gab der geständige Bünder Tierquäler an, eine Freundin habe ihm den Hund für einige Zeit zur Betreuung überlassen.

"Psychisch war er völlig verstört"

Dass von artgerechter Betreuung nicht die Rede sein kann, erläutert Mohnke-Bröder: "Der Hund war in einem schlimmen Zustand. Seine Pfoten waren blutig und wund gelaufen, die Muskeln völlig überlastet. Er konnte kaum gehen". Ein genaues tierärztliches Gutachten steht zwar noch aus, doch der Border-Collie scheint sich auf dem Weg der Besserung zu befinden. "Psychisch war er völlig verstört, doch allmählich beruhigt er sich wieder", sagt Mohnke-Bröder. Das Schlimmste an diesem Fall jedoch sei, dass der 23-jährige Bünder sich keiner Schuld bewusst sei. "Er scheint nicht zu verstehen, worüber wir uns aufregen. Er lernt nicht aus seinen Fehlern."

Um zu verhindern, dass er weiter Hunde hält, wurde ihm durch einen Vertreter des Kreis-Veterinäramtes ein sofort wirksames Verbot ausgesprochen. Klaus Wöhler, Pressesprecher des Kreises bestätigte: "Wir wollen endgültig erreichen, dass dieser Mensch mit Tieren nie wieder umgeht".

Mehr zum Thema in nw-news.de
Kommentare
Ich war fassungslos als ich vom qualvollen Tod dieser Hündin las. Um so mehr schockierte es mich,das der Täter behauptete es sei eine Kurzschlußreaktion gewesen.( Klar,wenn man mit Hund und Fahrrad unterwegs ist,hat man auch immer Klebeband und Klarsichtfolie dabei.) Schon allein diese Aussage seitens des Täters ist eine Frechheit und zeigt wie abgebrüht dieser ist. Das er nur kurze Zeit später wieder einen Hund hatte,dem es da ja auch nicht gut erging,sagt doch eigentlich alles. Da kann man nur auf die Nachbarn und den sehr engagierten Tierschützern hoffen,das dieser Typ nie wieder ein Tier bekommt. Für mich hat er die Höchststrafe verdient,die ein Richter in diesem Fall geben kann (und selbst das dürfte dank unserem,ach so tollen Tierschutzgesetz,noch viel zu wenig sein. Wann merkt der Gesetzgeber eigentlich,das sich endlich etwas am Tierschutzgesetz ändern muss??? Tiere sind keine Sache,es sind sind Lebewesen,die genauso Schmerzen empfinden wie wir auch. Wann werden die da oben endlich wach bzw.was muss noch passieren?

Ich habe 3 Hunde aus schlechter Haltung und bin im Tierschutz tätig, Es stellen sich bei uns sämtliche Nackenhaare auf und dieser Mensch wird wieder einen armen Hund haben und zerstören , den es gibt leider genug Möglichkeiten um an ein armes Tier zu kommen und wer solls den bitte schön kontrollieren ?

Als ich von dem qualvollen Tod des Hundes erfahren habe, ist mir das so nahe gegangen , das ich jeden Tag und jede Nacht an dieses arme Tier denken musste und auch immer noch muss. Diesen Mann kann man nicht mehr als Menschen bezeichnen , nein er ist eine Bestie, mit der man meiner Meinung nach das gleiche machen müsste, aber dann wäre er zu schnell ab von seiner Strafe und müsste nicht leiden so wie sein armer Hund. Diese Bestie gehört in den Knast uns zwar lebenslänglich. Und jetzt lese ich das er schon wieder einen Hund hatte. Das kann ich nicht glauben. Was für Qualen musste dieses arme Tier aushalten bis man ihn endlich befreit hat??? Ich liebe Tiere über alles und stelle sie auf eine Stufen mit den Menschen, denn sie haben genau so eine Seele und Gefühle wie wir. Wir müssen alle mehr die Augen aufhalten, damit sich so etwas nicht wiederholt!!! Lieber einmal mehr bei der Polizei oder beim Tierschutz anrufen, als wenn es hinterher zu spät ist. Meine tiefe Trauer gilt allen schlecht behandelten und gequälten Tieren.......Also ich bitte alle die etwas für Tiere übrig haben, wenn Ihr nicht selbst ein Tier halten könnt, dann spendet wenigstens etwas für sie. Danke.....

Das ist doch wohl unglaublich. Wieso ist der nicht im Knast? Wiederholungstäter und der Polizei ja auch bekannt. Ach ja, hier geht es ja nur um Hunde und nicht um Menschen. Was müssen diese armen Wesen noch alles ertragen bis das Gesetz eingreift. Aber wahrscheinlich erhält dieser Tierquäler nur eine kleine Geldstrafe und eine Auflage, keine Tiere mehr halten zu dürfen. Nur wer will dies kontrollieren? (...) Hier hilft nur: Name und Anschrift veröffentlichen. Auch im Fall des 23- jährigen Bünders. Der quält dann keine Tiere mehr.

(...) Ich selbst habe auch einen Hund wenn ich mir vorstelle was dieser Hund durchstehen musste wird es mir ganz schlecht. Ich hoffe dass dieser Mensch nie wieder ein Tier bekommt, er hat vermutlich selbst ein riesiges Problem und lässt seine Wut an wehrlosen Tieren aus.........


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