Mehr als 100 Aussteller bei der 13. Ausbildungsplatzbörse im Stadtgarten
Bünde. Ein Blick in die Arbeitsmarktstatistik zeigt den Ernst der Lage: Mit einem Rückgang um 10,9 Prozent bei den Ausbildungsverträgen bleibt die Situation auf dem Lehrstellenmarkt weiter angespannt. Nicht ohne Grund also ging die Bünder Ausbildungsplatzbörse am Freitag in die mittlerweile 13. Auflage. Die NW nahm die Messe unter die Lupe.
Schon bei Betreten des Stadtgartens wird man von den Dimensionen der Börse schier erschlagen. Mehr als 100 traditionsreiche und junge, heimische sowie auswärtige Unternehmen präsentieren sich auf dem Areal, zahlreiche Besucherinnen und Besucher tummeln sich hier. Da heißt es zunächst: Überblick verschaffen. Kein leichtes Unterfangen angesichts der unterschiedlichen Schwerpunkte an den einzelnen Ständen.
KREATIVITÄT
Viele Stände punkteten durch besonders ausgefallene Ideen, an den Werbern der Deutschen Angestellten Akademie (DAA) aber kam wohl kein Besucher vorbei. Zu dritt schlenderten die Altenpfleger durch die Halle, luden zum Würfelspiel ein und nutzten die Zeit zum Plausch mit den Jugendlichen. Mit Erfolg, wie der Andrang am zusätzlich aufgebauten Stand belegte.
PRAXISNÄHE
Kaum ein Aussteller, der nicht zum Ausprobieren einlud. Besonders tat sich in diesem Bereich der Energiekonzern Eon hervor, der mehrere praktische Angebote parat hatte. Und beim Löten oder Zusammenbinden von Drähten konnten die Besucher direkt testen, ob der Stromerzeuger als künftiger Arbeitgeber in Frage kommt.
SERVICE
Wer träumt nicht davon, sich inmitten einer hektischen Messe für einen Augenblick verwöhnen zu lassen? Bei der Weserland-Klinik Bad Seebruch sorgten entspannende Massage für einen kleinen Wohlfühlfaktor. Für eine Versüßung des informativen Tags reichte ein Besuch bei der Bäcker-Innung aus, wo frische Donuts serviert wurden. Übrigens direkt neben der Friseur-Innung, bei der auch ein neuer Haarschnitt möglich war.
INFORMATION
Ein Stand allein macht noch keine Information. Vielen Ausstellern war das durchaus bewusst, wie beispielsweise die Innungen für Elektrotechnik und Baugewerbe demonstrierten. Hier zeigten Azubis höchstpersönlich, was zur Ausbildung so alles dazugehört – sei es das Anlegen eines Schaltkreises oder der Bau einer Mauer.
ANGEBOT
Dass die meisten der anwesenden Unternehmen in mehr als nur einem Beruf ausbilden, wurde schnell deutlich, die Firma Gauselmann aber stellte alles in den Schatten. Nicht weniger als 15 Berufsfelder, vom Automatenservice bis zur dualen Ausbildung zum Bachelor, reicht das Repertoire der Espelkamper Spielemacher.