Jugendamt hat nach FDP-Antrag Liste von Hilfen zur Erziehungsberatung und Krisenintervention zusammen gestellt / Viele Angebote
Bünde (ds). Welche Hilfsangebote zur Erziehungsberatung und Krisenintervention für Kinder, Jugendliche und Familien gibt es in Bünde? Mit der Beantwortung dieser Frage hatte der Jugendhilfeausschuss im Dezember vorigen Jahres die Verwaltung beauftragt und war einem Antrag der FDP-Fraktion zu dem Thema gefolgt. Die Ergebnisse wurden in der jüngsten Sitzung des Gremiums vorgestellt.
FDP-Sprecher Ernst Tilly stellte zudem die Frage, ob diese Hilfsangebote ausreichen oder intensiviert werden müssen und wo es Überschneidungen gibt. Seine Fraktion sieht einen gestiegenen Bedarf an Erziehungsberatung und Krisenhilfen auch in Bünde. Es gebe lange Wartezeiten bei den Hilfsangeboten des Kreises.
Jugendamtsleiterin Ingrid Wolff fiel bei der Zusammenstellung positiv das Angebot der Beratungsstelle für Eltern, Jugendliche und Kinder an der Brüderstraße 6 in Bünde auf, das bei allgemeinen Fragen zur Erziehung, Beziehungsproblemen mit Eltern, Geschwistern, Freunden, Schul- und Leistungsproblemen oder auch Fragen im Umgang mit Kindern bei Trennung und Scheidung aufgesucht werden kann. "Die offene Sprechstunde im Familienzentrum an der Lortzingstraße wurde deutlich verbessert", so die Jugendamtsleiterin. Sprechzeiten sind jeden 3. Donnerstag von 10 bis 12 Uhr. Außerdem an der Amtshausstraße in Herford jeden 1. Donnerstag und 3. Montag. Einige Einrichtungen gibt es nicht in Bünde, wohl aber in Herford, zum Beispiel Femina Vita und das Frauenhaus.
In Bünde gibt es neben privaten Angeboten weiter den Allgemeinen Sozialen Dienst an der Ortstraße 5 für Beratungen in Fragen der Erziehung, Trennung usw., die Beratungsstelle "pro familia" an der Bahnhofstraße 6, die Beratungsangebote des Diakonischen Werkes sowie Ehe- und Lebensberatung an der Wehmstr. 7, den Kinderschutzbund an der von-Schütz-Straße 9, die Schuldnerberatung des DRK an der Sachsenstraße und die Kinderbetreuungsbörse an der Ortstraße 5a. Darüber hinaus wurde in Herford ein schulpsychologischer Dienst eingerichtet. Es gebe Überschneidungen bei den Angeboten, bestätigte Ingrid Wolff - die seien aber durchaus gewollt. Gibt es Defizite? Die Jugendamtsleiterin geht davon aus, dass die bestehenden Einrichtungen, mit denen gut zusammen gearbeitet werde, ausreichen. "Ich wäre natürlich froh, wenn die Wartezeiten kürzer wären." Doch bei so knappen Finanzen werde kaum mehr Personal eingestellt. Die Liste der Angebote solle regelmäßig aktualisiert werden.