Bünde-Dünnerholz. Wo bis Mitte 2007 noch Grundschüler auf den Ernst alles Folgenden vorbereitet wurden, sollte eine Familienfreundliche Wohnanlage entstehen. Ein Kaufangebot der Stadt stand, die Wohnanlage war geplant, nur die Interessenten ließen auf sich warten – wohl zu lang, wie sich nach Informationen der NW jetzt herausstellte.
Eine reizvolle Idee, nachdem die Pforten der Grundschule Dünnerholz aufgrund sinkender Schülerzahlen geschlossen blieben. Energiebewusstes Wohnen mit Weitblick sollte fortan auf dem Gelände ermöglicht werden (die NW berichtete). Und Architekt Jörn Haubrock vom Bünder Planungsbüro "h1" gab dem Vorhaben Gestalt: Eine Anlage mit acht Wohneinheiten, dank naturnaher Lage vor allem für Familien mit Kindern reizvoll. "Für Heranwachsende ein idealer Lebensraum", sagte Jörn Haubrock damals. Darüber hinaus sollten die Wohnungen modernsten energetischen Anforderungen gerecht werden. Und den Transmissionswärmeverlust so auf ein Minimum reduzieren.
Rosige Aussichten also für das alte Gemäuer, auch wenn es von seiner ursprünglichen Gestalt den Großteil eingebüßt hätte. Bedingung zur Umsetzung allerdings war, dass sich bis Ende vergangenen Jahres genügend Interessenten gefunden hätten. "Ein Angebot der Stadt lag vor und Anwärter ließen nicht lang auf sich warten", sagt Jörn Haubrock. Doch derer waren es zu wenige – und der Preis, der zur Debatte stand, wohl zu hoch angesetzt. "Die Verantwortlichen bei der Stadt ließen kaum Verhandlungsspielraum. So bleibt es wohl bei einer schönen Idee", sagt Haubrock. Denn die angesetzte Frist ist nun ausgelaufen, die Zukunft des Geländes unklar.
Allein um die Sporthalle soll es besser bestellt sein. Bei einer offenen Mitgliederversammlung der CDU-Ortsunion Bünde-Dünne wurden Stimmen laut, die sich für ihren Erhalt stark machten. "Sollten sich private Träger finden, dann wäre das lobenswert", so Friedrich Heidkamp, Fraktionsvorsitzender der Bünder CDU. Doch noch ist nichts konkret. Interessenten müssten sich zuerst mit notwendigen Formalia vertraut machen, dann werde man weitersehen, so Heitkamp. Der findet die ungewisse Zukunft des gesamten Geländes bedauernswert. Immerhin lag es sehr naturnah: "Vielleicht auch zu naturnah", vermutet er.