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30.06.2010
BÜNDE
Pferderipper quält Pony
Unbekannter fügt Wallach in Bünde eine 15 Zentimeter tiefe Schnittwunde zu
VON JOBST LÜDEKING

Besitzerin Marion Kopp | FOTO: PATRICK MENZEL

Bünde. Ein Unbekannter hat am Wochenende in Bünde (Kreis Herford) ein Pferd schwer verletzt: Opfer war ein ein 26 Jahre alter Pony-Wallach, der auf einer Weide in Bünde-Dünne stand.

"Zu der Tat muss es von Samstag auf Sonntag gekommen sein", erzählt Marion Kopp, die Besitzerin des weißen Connemara-Ponys mit Namen "Phönix". "Als wir Sonntagmorgen um 7.30 Uhr Phönix und die anderen Pferde reinholen wollten, haben wir die Verletzung bemerkt." Zunächst habe man an eine Wunde geglaubt, die sich der Wallach selbst zugefügt hat. "Wir haben deshalb die Weide abgesucht, aber nichts gefunden", erzählt Marion Kopp.

Erst der Tierarzt äußerte den Verdacht, dass ein Pferderipper zugeschlagen hat: Die Stichverletzung des Tieres liegt in der Hodengegend. Tierarzt Dr. Dietmar Helms aus Espelkamp: "Die Wunde ist zwischen 14 und 15 Zentimeter tief und hat scharfe Wundränder, die wie geschnitten aussehen. Wenn sich das Tier verletzt hätte - etwa am Nagel eines Weidepfahls - würde die Wunde anders aussehen. Sie wäre deutlich größer gewesen."

Zutrauliches Tier

Und in ihr wären wohl auch Rost- oder Erd- und Holzreste zu finden gewesen. Der Täter habe kein wichtiges Gefäß getroffen, so der Veterinärmediziner aus dem Kreis Minden-Lübbecke. Dort waren vom Jahr 2000 an immer wieder Ponys und größere Pferde von Pferderippern verletzt worden.

Damals hatten der oder die Täter bei den zutraulichen Pferden leichtes Spiel. Wallach Phönix, der nun von seiner Besitzerin auf eine andere Weide gebracht wurde, gilt als zutraulich. "Phoenix hat in der Vergangenheit nie etwas Schlechtes durch Menschen erfahren", erzählt die Rödinghausenerin.

Auch hätten Pferderipper in der Vergangenheit Stuten angegriffen. Darüber hinaus sei die Weide schwer einsehbar. Die Besitzerin und der Tiermediziner haben die Hoffnung, dass Zeugen verdächtige Beobachtungen gemacht haben und sich bei der Polizei melden. Die Behörde ermittelt wegen Tierquälerei.

Im Jahr 2005 hatte es eine Serie von Taten im Kreis Herford sowie in Lippe und Minden gegeben. Im August war ein Kaltblutpferd in Löhne von einem Unbekannten verletzt worden. Der Pferderipper hatte versucht, das Tier mit einem Schnitt durch den Hals zu töten. Im September hatte ein Täter in Exter eine trächtige Stute im Schambereich verletzt. Meldungen über Übergriffe gab es auch aus Schlangen und Leopoldshöhe.

Die oder der Täter ist noch flüchtig. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer (0 52 23) 18 70 entgegen.


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Kommentare
Wenn ich mir ein Pferd leisten könnte, dann würde ich mindestens eine Überwachungskamera aufstellen. Autonome Kameras die, die letzten 24h, aufzeichnen, gibt es heutzutage ziemlich günstig. Die verhindert zwar per se kein Verbrechen, hilft aber bei der Aufklärung und kann dadurch womöglich weitere Verbrechen verhindern. Schon eine Attrape und Warnschilder können einiges bewirken und kosten kaum etwas. Die echte Kamera - optimalerweise mehrere - sollte man versteckt anbringen, damit sie nicht vorher unschädlich gemacht werden.

Die wütenden Reaktionen hier nützen niemandem, außer vielleicht dem Täter, der sich womöglich daran noch ergötzt.

Ich habe meine Pferde auch nachts draußen, weil es tagsüber einfach nicht geht, die wären nur am laufen, wegen der blöden Bremsen. Und ich sperr sie gewiß nicht den ganzen tag ein. Auch früh morgen sind die Viecher schon extrem unterwegs.

Also ich finde es auch echt heftig schon der gedanke lässt mich wütend werden das schlimme dabei ist nur das die Täter nie geschnappt werden.
Unsere Pferde stehen zum teil trotzdem Nachts drausen weil über den Tag in der Mittagssonne muss das auch nicht sein finde ich. Und wenn so ein kranker Mensch sowas vorhat macht er das auch in der Box wie auch schon in einem Stall in der nähe vorgekommen ist.
@ MArtina P. mein Pferd legt sich auch auf der Wiese zum schlafen hin.

Ganz füher hat man solche geteert und gefedert.

Dieses Schwein hat genau das gleiche verdient.
Ich hasse solch Menschen Und wünsche Ihnen Dinge, die ich hier besser nicht schreibe.
Du bekommst Deine gerechte Strafe, Du Tierquäler!!!



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