Bünde (me/SEK/ged). Ein Brand auf dem ehemaligen Cordes-Gelände an der Wasserbreite hat gestern Abend einen Großeinsatz der Bünder Feuerwehr ausgelöst. Nur wenige Minuten nach ihrer Alarmierung gegen 18.45 Uhr waren rund 70 Einsatzkräfte am Ort des Geschehens.
Das leerstehende Gebäude war beim Eintreffen der Löschgruppen Bünde-Mitte, Spradow, Hunnebrock, Dünne, Muckum sowie der Hauptamtlichen Wache mit dichtem, schwarzem Rauch gefüllt. Unter Atemschutz und in voller Ausrüstung durchkämmten zeitweise bis zu zwölf Feuerwehrleute gleichzeitig das Gebäude, um den Brandherd und eventuelle Verletzte zu lokalisieren. 45 Minuten nachdem die ersten Kräfte am Cordes-Gebäude eintrafen, löste Bündes Feuerwehrchef Vollalarm für seine Wehr aus. Alle zur Verfügung stehenden Einsatzkräfte eilten zum Brand an die Wasserbreite.
Bis Redaktionschluss konnten die Feuerwehrleute einen Brandherd im Erdgeschoss des 6.600 Quadratmeter großen Komplexes lokalisieren und unter Kontrolle bringen. Gerüchte, wonach sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs Personen in dem Gebäude aufgehalten haben sollen, konnten Feuerwehr und Polizei zunächst nicht bestätigen. Die Wasserbreite blieb bis in die späten Abendstunden voll gesperrt. Nach neuesten Erkenntnissen gehen Polizei und Feuerwehr davon aus, das der Brand gelegt worden ist. Ob dabei ein Zusammenhang zu dem in einem Bordell in Kirchlengern ausgebrochenen Feuer besteht, wollten die Ermittler bis jetzt allerdings noch nicht schlussendlich bestätigen.
Festgestellt wurde, dass ein bislang unbekannter Täter einen Haufen abgelegter Elektrokabel in Brand gesteckt hatte, der allerdings als Schwelbrand viel Rauch verursachte.

















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