Bünde/Kirchlengern (me). Die Ermittlungen zu den Bränden im ehemaligen Cordes-Komplex an der Wasserbreite und in einem Bordell an der Brandhorststraße in Südlengern (die NW berichtete) sind einen Schritt weitergekommen. Wie Polizeisprecher Rainer Koch mitteilt, gehen die Ermittler in beiden Fällen eindeutig von Brandstiftung aus.
Auswertungen der Proben von der Brandstelle an der Brandhorststraße hätten ergeben, dass hier mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Kraftstoff als Brandbeschleuniger verwendet wurde, heißt es von der Polizei. Die Ermittlungen liefen derzeit auf Hochtouren, so Koch. Die 43-Jährige, die mit einer Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus nach Melle gebracht wurde und sich dort nach wie vor in Behandlung befindet, konnte bislang nicht zu den Geschehnissen in jener Nacht befragt werden. Bereits vernommen wurde dagegen eine Zeugin aus dem Umfeld des Bordells. Gerüchte, wonach die Polizei eine Rockerbande mit dem Brand in Verbindung bringt, wies Koch als "unsinnige Spekulation" zurück.
Für ein Großaufgebot von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei - in Spitzenzeiten waren etwa 150 Kräfte im Einsatz - sorgte am Mittwochabend ein Brand im ehemaligen Cordes-Komplex. "Auch hier laufen die Ermittlungen in Richtung Brandstiftung", bestätigt Koch. Demnach sollen Unbekannte einen Haufen Elektrokabel im Erdgeschoss des leerstehenden Fabrikgebäudes angezündet haben. Menschen wurden nicht verletzt und auch der Sachschaden gehe gegen Null, so der Pressesprecher.