Volkstrauertag: Zahlreiche Menschen gedachten im Bünder Land den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft / Flugblätter erheben schwere Vorwürfe
Bünde (fei). Bei zahlreichen Gedenkveranstaltungen wurde am gestrigen Volkstrauertag der Opfer von Krieg und Gewalt gedacht. Vertreter aus Politik und Gesellschaft versammelten sich an den Ehrenmalen in Bünde, Kirchlengern und Rödinghausen, um die Erinnerung an die Schrecken des Krieges nicht verblassen zu lassen. Überschattet wurden die Gedenkveranstaltungen allerdings von vermeintlich antifaschistischen Aktionen am Bünder Ehrenmal.
Die Folgen zahlloser Kriege, autoritärer Regime, Verfolgungen und Ermordungen rund um den Erdball - es lohnt sich, sie ins Gedächtnis zu rufen. Am Tag der nationalen Trauer dürfe kein Gras über Vergangenes wachsen, meinte Thorsten Kröger vom Verband Deutscher Kriegsgräberfürsorge bei der Kranzniederlegung am Bünder Ehrenfriedhof: "Eine schreckliche Vorstellung. Gras bedeckt alles; wir erinnern uns nicht mehr der Schrecken und lernen auch nicht mehr aus ihnen".
Genau das gelte es zu vermeiden, um Erinnerung und Mahnung aufrecht zu erhalten, so Kröger. Unzählige Tote, die durch Krieg und Zerstörung so unnütz ihr Leben verloren, seien die Mühen allemal wert - auch und insbesondere im Hinblick auf nachkommende Generationen: "Wir müssen unseren Kindern und Enkelkindern beibringen, was sie nicht kennen und auch nie kennen lernen sollten".
Gedenken im Bünder Land
Gedenkfeier auf dem Friedhof Hunnebrock
Gedenkfeier in der Friedhofskapelle Spradow
Kranzniederlegung am Feuerwehr-Gerätehaus in Muckum
Vier Gedenkfeiern in den Rödinghausener Ortsteilen
Gedenkstunde an der Grundschule Stift Quernheim
Kranzniederlegung auf dem Holser Friedhof
Gedenkfeier am Ahler Gefallenen-Ehrenmahl
Vier Gedenkstunden in den Kirchlengerner Ortsteilen
Gedenveranstaltung am Ennigloher Gefallenen-Ehrenmahl.
Der Volkstrauertag solle dazu beitragen, dass sich Krieg und Gewalt nicht wiederholten, da waren sich alle Veranstalter einig. Ähnlich sah es Bürgermeister Wolfgang Koch. Als Tag des Gedenkens, aber auch des Nachdenkens bezeichnete er den Trauertag und schlug so eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. "Die emotionale Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist die Grundlage für einen motivierten Einsatz für den Frieden", sagte das Stadtoberhaupt, "das Gedenken schützt uns vor Gleichgültigkeit".
Mit deutlichen Worten gedachte Koch auch denjenigen, die damals wie heute im Widerstand gegen Ungerechtigkeiten ihr Leben lassen mussten. "Jedes verlorene Menschenleben - ob schuldig oder unschuldig - ist unwiederbringlicher Verlust", schloss er. Umso wichtiger sei es, die menschenverachtenden Ereignisse des zweiten Weltkrieges nicht wiederholen zu lassen.
Mahnende Worte, die nicht von jedem verstanden wurden. Noch während Koch die Schrecken des nationalsozialistischen Regimes im Bünder Ratssaal verurteilte, wurden Ehrenfriedhof Flugblätter ausgelegt und Kränze verwüstet. Durch das Gedenken der vermeintlichen Opfer würden die Täter der Kriege zu Opfern stilisiert, heißt es in dem von der "Initiative MorgenRot" unterzeichnete Pamphlet.
Darüber hinaus erfasse die Volkstrauer lediglich die deutschen Soldaten, nicht aber die zivilen Opfer der brutalen Nazi-Herrschaft. "Eine inhaltlich falsche und ungeheuerliche Unterstellung", ärgerte sich Feuerwehrleiter Rüdiger Meier, "diese Leute haben im Geschichtsunterricht offensichtlich geschlafen".
ZWISCHENRUF Missverstanden
Für Pazifisten mag seltsam anmuten, wenn uniformierte Menschen der Kriegs-Opfer gedenken. Hört man den Rednern zu, wird eines aber deutlich: Der Volkstrauertag ist weder Verharmlosung von Gräueltaten, noch Heldenverehrung für Krieger. Gedenken und Trauer beziehen sich auf alle Opfer von Krieg und Gewalt. Auf gefallene Soldaten, auf Vertriebene, Gläubige, Widerständler und Andersdenkende.
Sie alle wurden von Wolfgang Koch benannt – ebenso, wie eine klare Mahnung für die Zukunft. Insofern ist auch die Botschaft der Gedenkveranstaltung nicht miss zu verstehen. Sie lautet "Wehret den Anfängen!" In diesem Punkt sind sich Antifaschisten und Organisatoren einig. Deshalb ist ein Verhalten, wie das der Unbekannten gestern, eine Kränkung all derer, die im Krieg gelitten haben. (fei)
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Geschichte als simpler Eintopf von Ihnen serviert.
Die Bombentoten, in den kriegsunwichtigen deutschen Städten die durch kalkulierte , britische
Feuerstürme vernichtet wurden sind auch keine Täter.
Trotzdem fordern Antifas in Dresden regelmäßig am Gedenktag:
"Bomber Harris do it again"
Hielten sie das genauso mit Afghanen, dann sind das halt auch "nötige" oder "unvermeidliche" zivile Opfer.
Afghanistan war der Gastgeber/Verbündete/Protektor einer religiös-kriminellen Gruppe, die "Untermenschen" wie uns am liebsten alle auslöschen würde.
Parallelen sind also durchaus vorhanden.
Weshalb fällt ihre Wertung unterschiedlich aus ??
Ich wünsche den Afghanen nicht ein einziges ziviles Opfer, aber was glauben sie was dort passiert, wenn wir Hals über Kopf abziehen ?
Neue Rückzugsräume für Massenmörder u. eine ideale Ausgangsbasis um Pakistan zu übernehmen.