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01.02.2012
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Schönheitskur für Bünde
Die wichtigsten Stadtumbau-Pläne des Jahres im Überblick
VON ANDREA ROLFES

Bünde. In die Jahre gekommene Plätze aufwerten, Aufenthaltsqualität in den Parkanlagen schaffen und die Else mehr in den Vordergrund stellen – das sind die Ziele des Stadtentwicklungskonzeptes "Elsebogen". Das Jahr 2012 steht in Bünde im Zeichen der Stadtentwicklung. Die Bauarbeiten am Steinmeisterpark beginnen bald, der Marktplatz bekommt ein neues Gesicht, das Cordes-Gelände und der Bereich zwischen Else und Innenstadt sind Dreh- und Angelpunkt zweier Studienprojekte. Es tut sich also etwas in der Stadt. Um den Überblick nicht zu verlieren, hat die Neue Westfälische mit Hilfe des Bürgermeisters Wolfgang Koch und des Technischen Beigeordneten Heinz Brockmeier zusammengefasst, wie sich in diesem, aber auch in dennächsten Jahren das Antlitz der Elsestadt verändern wird oder könnte.

MARKTPLATZ

Dass der Marktplatz noch in diesem Jahr saniert werden wird, ist inzwischen sicher. Politik, Einzelhändler und Marktbeschicker fordern eine "funktionierende, ordentliche Lösung", also eine glatte, leicht zu reinigende, kostengünstige Oberfläche. Etwa 1,7 Millionen Euro sind laut Planungen der Stadt für die Sanierung veranschlagt worden. Darin enthalten sind Kosten für einen tragfähigen Unterbau des Platzes, Strom- und Wasseranschlüsse für die Marktsbeschicker, Fahrradständer für das Marktgymnasium, Parkbänke und gegebenenfalls eine Verengung der Marktstraße. Gut eine Million Euro der Kosten sollen als Fördermittel vom Land kommen. Allerdings nur, wenn auf dem Platz keine Parkplätze ausgewiesen
werden, denn Parkplätze werden vom Land nicht gefördert.
Auf diese legt aber der Einzelhandel großen Wert. Deshalb gibt es inzwischen die Idee, den Parkplatz neben dem Markt auszubauen, gegebenenfalls in Form einer Parkpalette. Diese erweiterte Variante
wird vom Bürgermeister Wolfgang Koch, vom technischen Beigeordneten Heinz Brockmeier und einzelnen Fraktionen im Ratbefürwortet.ImPlanungsauschuss am 16. Februar werden weitere Details zur Umsetzung der Neugestaltung beziehungsweise Sanierung des Marktplatzes beschlossen.

STEINMEISTERPARK

Die Idee, die Fläche zwischen Nordring, Bismarckstraße und Freibad für Familien attraktiver zu machen, gibt es schon lange. In der nächsten Woche starten die ersten Arbeiten zur Vorbereitung der Neugestaltung, die eigentliche Umbauphase beginnt im Frühjahr. Gebaut werden soll ein Holzsteg, der als Brücke über den Teich genutzt werden kann. Das bietet Spaziergängern die Möglichkeit,
das Wasser wiederumrunden zu können. Geplant ist außerdem ein
Bouleplatz, der auch anderweitig genutzt werden kann. Die Treppe,
deren Stufen derzeit im Wasser versinken, soll wieder hergestellt
werden. Blockstufen sollen bis hin zum BTW den Zugang zum Teich ermöglichen. Eine Bühne, gedacht für kleine Aufführungen oder Konzerte, wird in der Rundung davor entstehen. Diese Neugestaltungen sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden und werden vom Land, das 60 Prozent der Baukosten übernimmt, gefördert. Langfristig geplant, aber noch nicht beschlossen, ist ein Café zwischen Freibad und Park, das beidseitig genutzt werden kann und ein Apothekergarten.

STADTGARTENEnergetisch betrachtet, befindet sich die Stadthalle in einem so schlechten Zustand, dass die Sanierung laut Bürgermeister wirtschaftlich nicht darstellbar wäre. So käme auf Dauer nur eine Schließung oder ein Abriss, beziehungsweise Neubau in Frage. Konkrete Pläne gebe es aber noch nicht, zumal der Schützenverein ein Nutzrecht besitzt. Derzeit erstellen die Kommunalbetriebe Bünde (KBB) ein Gutachten, dass sich mit dem Stadtgarten und weiteren Veranstaltungsorten in Bünde beschäftigt. Es soll Auskunft darüber geben, welche Chancen einer Veranstaltungshalle in Bünde eingeräumt werden. Eine Alternativlösung zum Stadtgarten könnte der so genannte Saal II an der Bahnhofstraße sein. Für diesen sieht Koch aber aufgrund der dortigen Parkplatzsituation keine politische Mehrheit. Derzeit bezuschusst die Stadt den Stadtgarten mit 250.000 Euro jährlich.

GOETHEPLATZ

Von einem Platz zu sprechen, erscheint vermessen. Er erscheint vielmehr wie eine unübersichtliche Kreuzung. Das soll sich ändern. Laut Handlungskonzept sollen die Straßen zugunsten eines Platzcharakters verengt und der Park vergrößert werden. Das gilt vor allem für die Straßeneinmündung Eschstraße und und Am Brunnen. So soll die Dimension des Dreieckplatzes besser zur Geltung kommen. Darüber hinaus soll die stark verwitterte Goethe-Statue wieder aufgewertet werden. Einen politischen Beschluss gibt es noch nicht.

DUSTHOLZPARK

Eine Vereinbarung des Rates sieht vor, den Dustholzpark ab 2012 für 50.000 Euro pro Jahr zu erneuern. Würde man das drei Jahre durchhalten, sei der Park laut Heinz Brockmeier wieder auf Stand gebracht. Mit dem Geld sollen Wege reperariert und wieder hergerichtet werden und der Teich muss befestigt beziehungsweise höher gelegt werden. Überlegt wird zudem, den Minigolfplatz aufzuwerten.

CORDES-GELÄNDE

Der jetzige Grundstückseigentümer, die Edeka Minden-Hannover Holding, will den 6.600 Quadratmeter großen Komplex für einen obligatorischen Euro an die Stadt verkaufen. Die Gespräche über die Vertragsmodalitäten laufen derzeit. Die Holding, zu der auch die Marken Netto und Marktkauf gehören, hatte das Areal vor drei Jahren für einen Millionenbetrag gekauft, um eine weitere Einzelhandel- Ansiedlung in der Bünder Innenstadt zu verhindern. Inzwischen steht ein Gebäudeteil unter Schutz des Westfälischen Landschaftsverbandes und darf nicht abgerissen werden. Das mündliche Angebot von Edeka sehe so aus, das die Holding der Stadt das Areal von Altlasten saniert und nach Abbruch des nicht geschützten Teils überlassen würde. Der Verkauf wird wahrscheinlich im Frühjahr 2012 erfolgen. Bürgermeister Wolfgang Koch favorisiert die Idee, dass brachliegende Industriegelände künftig als neuen Sitz der Energie und Wasserversorgung Bünde (EWB) zu nutzen. Das derzeitige Firmengebäude in Ahle ist stark renovierungs- und restaurierungsbedürftig. Geschäftsführer Alfred Würzinger ist beauftragt worden, eine Kostenübersicht aufzustellen. Sie soll Einblicke darüber geben, wie teuer ein Umzug beziehungsweise die Sanierung wäre. Parallel zu dieser Idee läuft ein Studentenwettbewerb. 40 Architekturstudenten der Fachhochschule Bielefeld haben neue Möglichkeiten der Gestaltung erarbeitet, die als Diskussionsgrundlage dienen sollen. Geleitet wird das Projekt von Professor Bernd Niebuhr. Das Konzept des Wettbewerb-Siegers wird Vertretern der Stadt in der nächsten Woche präsentiert. Danach soll es öffentlich vorgestellt werden.RANDRINGHAUSEN

Mehr als zwei Jahre ist es her, seit das Kurhaus Ernstmeier beim Amtsgericht Bielefeld einen Insolvenzantrag stellen musste. Zwar konnten der zur Immobilie in Randringhausen gehörende Hof und die dazugehörigen Flächen an einen Landwirt aus Spradow veräußert werden – für den Großteil des Komplexes hat der Insolvenzverwalter aber noch keinen Interessenten gefunden. Er signalisierte nun aber laut Bürgermeister, dass der Kurpark der Stadt für den obligatorischen Euro angeboten werden soll. Die Stadt, die schon jetzt die Verkehrspflicht für die Wege übernimmt, wird dieses Angebot voraussichtlich annehmen.


Sie haben noch weitere Ideen, wie man Bünde verschönern kann? Daran sind wir sehr interessiert. Senden Sie Ihre Vorschläge am besten per E-Mail an

buende@neue-westfaelische.de


Kommentare
An der Resonanz auf den Artikel kann man erkennen, das der Bünder Bürger den Glauben an eine sinnvole
Ausgabenpolitik in Bünde verloren hat.
Allein der Gedanke daran. die EWB auf dem ehemaligen Cordesgelände unterzubringen zeugt von finanziellen Übermut.
Macht es da nicht mehr Sinn, das Rathaus auf diesem Gelände anzusiedeln, dann hätte man zumindest den heutigen Standort der Bünder Verwaltung als interessante Ausgleichsfläche um einen innenstadtbelebenden Konsumtempel zu planen. Die EWB können wir ja dann in den ehemaligen Räumlichkeiten des Kurbetriebes in Randrinhausen unterbrigen.
Wir sollten hier echt mal in Geld denken und nicht immer nur Geld ausgeben das wir eh nicht haben.

bin ein Loch an einer Straße wo kein ehemaliger und neuer Bürgermeister wohnte oder wohnt und will auch geflickt werden. (nee nicht geflickt neu gemacht will ich werden).Trete dann anschließend auch in den Hausfrauenbund oder in einen Schützenverein ein.


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