Bünde. Ein Open-Air-Atelier zum Malen und Bildhauen an der Else, ein Krimi-Wettbewerb zum Thema "Mord an der Else", ein Rockkonzert und klassische Musik in den Elsewiesen – das sind Ideen für die große Kunst- und Kulturveranstaltung "Else 2013" rund um den Fluss Else.
Der noch relativ junge Kulturbeirat der Stadt Bünde möchte mit einer Kulturveranstaltung den Fluss Else mehr in den Blickpunkt rücken. In seiner zweiten Sitzung am Dienstagabend sammelten die Mitglieder Ideen, welche Aktionen angeboten werden könnten. Der Kulturbeirat möchte den Kanu-Club Bünde fragen, ob er ein Paddeln auf der Else anbietet, ein Spaziergang mit der Bio-Station ist angedacht, auch die Marinekameradschaft und der Shanty Chor Bünde sollen Aktionen anbieten. Zum Thema "Wie wars früher an der Else?" ist folgendes geplant: Wäschewaschen an der Else, öffentliches Baden, eine Vorführung historischer Badekostüme, ein Erzähltreff mit älteren Bürgern und Bürgerinnen, die von früher erzählen.
Der Fotograf Ingo Hecker möchte einen Fotowettbewerb initiieren, dessen Bilder auf große Leinwände gezogen und entlang der Else ausgestellt werden, zwischen dem Restaurant Knolle und der Bismarckbrücke. Wichtelmama Birgitt Vogt schlug einen historischen Bauernkrammarkt vor, auf dem Holzschuhe geschnitzt und Zigarren gerollt werden, ein bisschen wie ein kleines Geschichtsfest. Der Bünder Krimiautor Norbert Horst wird gefragt, ob er die Initiative für den Autorenwettbewerb übernimmt.
Das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium feiert 2013 sein 100-jähriges Jubiläum. Es kam der Vorschlag, die Jubiläums-Feierlichkeiten mit Schulchor und Kantorei in die Kulturveranstaltung an der Else zu integrieren. Überhaupt sollen Schulen integriert werden. Über vier Wochen soll sich die Veranstaltung erstrecken, wobei Kulturbeiratsmitglied Ernst Tilly sagte, die einzelnen Projekte müssten gestreut werden, eine Veranstaltung vier Wochen am Stück sei weder bezahl- noch realisierbar.
Der Kulturbeiratsvorsitzende Wolfgang Balz hatte Stadtmarketingchef Ralf Grund sowie Dirk Kaiser und Peter Wanjek von der Stadtkultur als Veranstaltungs-Experten eingeladen. Grund sagte, es sei wichtig zu klären, wer der Veranstalter ist. Der haftet mit seinem Privatvermögen. Kaiser sagte, Wanjek und er begrüßten das Projekt. "Die Else als Kulturraum nach vorne zu bringen, das ist super." Wanjek und er bieten den Vereinen ihre Unterstützung an.
Kaiser schlug vor, einen Aufruf zu starten, wer sich von den Bündern beteiligen möchte. Er erinnerte an die hohen Auflagen, die bei Großveranstaltungen erfüllt werden müssen und was die kosten.
Bei einem Rockkonzert in den Elsewiesen würden die Bühne, Toiletten, Backstagebereich und Sicherheitsdienst allein 25.000 Euro kosten. Die Werbegemeinschaft in Bad Salzuflen hat das Salzsiederfest für dieses Jahr gerade abgesagt, weil das Sicherheitskonzept zu teuer werden würde. Balz wird die Kulturaktion Else 2013 in der nächsten Sitzung des Wirtschaftsförderungsausschusses am 26. März vorstellen. Am Mittwoch, 18. April, soll das Elseprojekt den Bürgern vorgestellt werden, um 19 Uhr im Ratssaal.













