Bünde (aw). Die Mensa des Marktgymnasiums könnte bald schon wieder öffnen. Vier Bünder Bäckereien hätten sich für die Nachfolge der Bäckerei Brunshus beworben, teilten das Marktgymnasium und Peter Speckmann, Geschäftsführer der Kommunalbetriebe Bünde (KBB), auf Anfrage der NW mit.
Da das Verfahren noch nicht abgeschlossen sei, wollte Speckmann nicht sagen, welche Bäckereien ihr Interesse bekundet haben. Er rechnet jedoch nächste Woche mit einer Entscheidung. Die Stadt stimme sich mit dem Marktgymnasium ab, weil es auch um die Angebotspalette der einzelnen Bewerber gehe.
Die Schulmensa ist seit vergangenen Donnerstag geschlossen, nachdem die Bäckerei Brunshus aus Klosterbauerschaft ihr Geschäft und alle Filialen aufgegeben hatte (die NW berichtete). Lebensmittelkontrolleure des Kreises Herford hatten bei einer unangemeldeten Kontrolle am Donnerstag, 9. Februar, gravierende hygienische Mängel festgestellt. Sie schlossen den Betrieb vorübergehend und verordneten Günter Brunshus Auflagen. Da Brunshus keinen Nachfolger hat und deshalb nicht mehr investieren möchte, hat er seinen Betrieb geschlossen.
"Die Kontrolleure waren vor dem 9. Februar schon mehrmals in der Bäckerei Brunshus", sagte Wolfgang Kuhlmann, stellvertretender Pressesprecher des Kreises Herford, auf Anfrage der NW. Bereits im Oktober habe es die jetzt vorgefundenen hygienischen Mängel gegeben, die Kontrolleure hätten eine mündliche Aufforderung ausgesprochen, sie zu beseitigen. "Wir machen uns das so leicht nicht mit einer Schließung." Die habe eine Vorgeschichte.
Er macht deutlich, dass die Kontrolleure nicht anders kontnen, als den Betrieb vorübergehend dicht zu machen. Es gebe gesetzliche Vorgaben, daran müssten sie sich halten. "Da gibt es nichts zu diskutieren." Menschlich könne er die Tragik absolut verstehen. "Aber da steht für uns die Gesundheit der Menschen im Kreis Herford an erster Stelle."
Sobald Günter Brunshus den Nachweis erbringe, dass die Mängel behoben seien, hätte er wieder aufmachen können. Das war Brunshus zu unsicher und zu teuer. Anders als in den vergangenen Tagen angekündigt, veröffentliche das Veterinäramt nicht das Ergebnis der Untersuchung. Da die Bäckerei dauerhaft schließt, ist der Fall für das Veterinäramt erledigt. Klosterbauerschaft ist nun um ein Traditionsgeschäft ärmer. Seite OWL













