Enger-Besenkamp. "Wir wollen einfach nur Gutes tun", betonte Body vom Trio Infernale am vergangenen Sonntag. Ganz im Zeichen der Musik und Wohltätigkeit stand die Benefiz-Veanstaltung der beliebten Band aus Enger. Mit viel Herz und reichlich Engagement hatte das unschlagbare Team am ersten Pfingsttag so einiges auf die Beine gestellt. "Aber ohne die vielen Helfer wäre diese Veranstaltung gar nicht möglich gewesen", fügte Body hinzu.
Schon eine Stunde nach Beginn der veranstaltung um 16 Uhr waren mehr als 500 Besucher zum Gartencenter Unternbäumer gekommen, um das Trio in Aktion zu sehen. Gleich zu Beginn brachte das Trio die Masse in Bewegung und stürmte die Hüpfburg. Voller Elan spielten sie dort alt bekannte Kinderlieder und animierten große und kleine Besucher zum Mitsingen.
Reichlich Ramba-Zamba machten auch die Chili Kitten aus Spenge sowie der Spielmannszug Nordengerland mit musikalischen und tänzerischen Showeinlagen. Da wurden die Jonglier-Stäbe durch die Luft gewirbelt und in knappen Kostümen die Beine geschwungen, dass so manchem Zuschauer schon vom bloßen Zusehen schwindelig wurde.
Währenddessen informierten sich die beiden jungen Besucherinnen Sarah und Lisa bei Feuerwehrmann Christian Kley über die Aufgaben der Blauröcke aus Enger-Nord. Auch Helga Lüngen von der ZNS Hannelore Kohl Stiftung, an die der Erlös des großen Festes fließt, hatte einen Infostand, an dem sich die Besucher nur so tummelten und sich mit wichtigen Ratschlägen versorgten. Zum Beispiel dem, niemals ohne Helm mit dem Fahrrad zu fahren. Oliver Wetekamp und seine Kinder Liv und Maya setzen immer den Helm auf, wenn sie mit dem Fahrrad unterwegs sind. "Das ist auch enorm wichtig, damit niemandem das gleiche zustößt wie Beate Bosse", betonte Lüngen und erinnerte an das Schicksal der jungen Frau aus Enger.
Vor eineinhalb Jahren war Beate an den Folgen eines schweren Fahrradunfalls gestorben, nachdem sie zuvor viele Jahre im Koma gelegen hatte. Das Schicksal von Beate war es auch, das letztendlich Auslöser für die große Benefiz-Veranstaltung gewesen war. "Beates Mutter war schon vor einigen Jahren auf uns zugekommen. Wir sollten damals für ihre Tochter das Lied 'Früher' spielen, da sie es immer gerne gehört hatte", erinnerte sich Body. "Seitdem spielen wir es jedes Jahr auf unserem Weihnachtskonzert. Doch wir wollten mehr tun und auch anderen helfen", fügte er hinzu.
Aus diesem Grund hatten sie die Benefiz-Veranstaltung organisiert und am Abend selbst ein Konzert gegeben. Die Lagerhalle bei Unternbäumer platze nur so aus allen Nähten. An Stillsitzen war gar nicht mehr zu denken, als das Trio auf die Bühne kam. "Die sind einfach der Hit, absolut spaßig und die Partymacher schlechthin", freute sich Zuhörer Nils Gerdsmeier.
Das Konzert am Abend war der krönende Abschluss des ganztägigen Events, das mehr als die erhoffte Resonanz erzielte. "Fast 2000 Menschen sind gekommen - Wahnsinn", freute sich sichtlich Body Dold und bedankte sich herzlich bei allen Besuchern.