Enger (mac). Die geplante Skater-Anlage an der Werther Straße ist auf einem guten Weg: "Die Baugenehmigung liegt inzwischen vor", sagte Bürgermeister Klaus Rieke gestern. Voraussichtlich sollen die Arbeiten Ende August beginnen. Ab Mitte Oktober könnten dann die ersten Skater mit ihren Boards über die Anlage rollen. "Wir werden jetzt die Ausschreibungen auf den Weg bringen und die Aufträge vergeben", sagte Rieke.
Auch die Planungen sind weitgehend abgeschlossen. Zur Straße hin wird ein etwa 450 Quadratmeter großer Skaterpark entstehen. Daran anschließen sollen sich ein Basketballfeld, ein Beachvolleyballfeld und ein Bolzplatz.
Allein die Skateranlage wird rund 70.000 Euro kosten: "Die Mittel, die wir dafür eingeplant haben, werden wir auch benötigen", sagte Fachbereichsleiterin Ute Fleer. Bolzplatz, Basketball- und Beachvolleyballfeld sollen laut Bürgermeister Rieke aus Mitteln des Konjunkturpakets II bezahlt werden.
Ein halbes Jahr lang hatte die Stadt gemeinsam mit etwa zehn Jugendlichen und hauptberuflichen Skatepark-Planern die Anlage an der Werther Straße konzipiert. Herausgekommen ist ein Park mit verschiedenen Rampen und klassischen Skate-Elementen wie dem sogenannten Wheely Table, dem Flatrail oder dem Curb. Außerdem wird es eine Bank und eine Treppe mit einem Geländer geben, auf denen die Skater ihre Sprünge üben können.
Das Besondere an der Anlage sieht Planer Ingo Naschold aber vor allem in einem: Boden und Geräte werden aus Beton sein. "Der ist glatt, griffig, hart und damit ideal zum Skaten", erklärte der Münsteraner, der in ganz Europa hauptberuflich Skateanlagen plant. Während der Boden gegossen werde, würden die einzelnen Rampen und Elemente aus Beton-Fertigteilen hergestellt. "Die haben eine höhere Qualität", erklärte er.
Naschold sieht einen klaren Vorteil gegenüber den klassischen Asphalt-Anlagen: "Anders als Beton kann Asphalt bei großer Hitze weich werden." Im Sommer wäre eine solche Anlage nicht mehr befahrbar.
Das könne im Skatepark in Enger jedoch nicht passieren. Naschold kann sich darum vorstellen, dass die Anlage auch viele Skater von außerhalb anlocken wird. "Das wird ein großer Magnet sein."
Und wie finden die Engeraner Jugendlichen die geplante Anlage? Beim ersten Blick auf die Skizze schien sie ihnen jedenfalls zuzusagen: "Das ist viel besser als ich mir das vorgestellt habe", sagte der 14-jährige Cedric Passon begeistert.