Spenge. Es war die erwartet knappe Entscheidung in Spenge und letztendlich hatte der Bürgermeisterkandidat der SPD, Bernd Dumcke, die Nase vorn. Auf ihn entfielen 3.416 Stimmen, während für den CDU-Kandidaten Jan Christian Janßen 3.290 Wähler votierten. Ralf Sieker (UWG) erhielt 904 Stimmen.
Die Spenger Sozialdemokraten erkämpften sich auch die Mehrheit im Stadtrat: Sie haben – so die vorläufige Aufteilung – künftig zwölf Sitze, während die CDU elf Sitze, die UWG fünf, die Grünen drei und die FDP zwei Sitze erhalten. Dabei gibt es im Wahlbezirk 4 (Wallenbrück) eine Pattsituation: Auf die Kandidaten von CDU und UWG entfielen jeweils 123 Stimmen. "In der Wahlausschusssitzung am Donnerstag muss das Los entscheiden", kündigte Beigeordneter Klaus Heienbrok an. Dann entscheidet sich, welcher Direktkandidat in den Rat einzieht.
SPD-Stadtverbandsvorsitzender Heinz-Jürgen Fischer: "Wir freuen uns sehr über diesen Erfolg, auf den wir so lange hingearbeitet haben". Vor allem zeigte er sich erfreut, dass die Spenger SPD zehn Direktmandate holten, während Kandidaten der CDU in drei und Kandidaten der UWG in zwei Bezirken erfolgreich waren – was sich nach der Wahlausschusssitzung noch ändern wird.
Lange wurden die vielen politisch Interessierten und Kommunalpolitiker auf die Folter gespannt, ehe sie die für Spenge entscheidenden Zahlen erfuhren. Dicht gedrängt saßen und standen sie im leergeräumten Ratssaal und ließen sich per Beamer zunächst über das Resultat von Landrats- und Kreistagswahl informieren. Doch schon frühzeitig war abzusehen, dass das Ergebnis denkbar knapp ausfallen würde.
Jubel und Applaus brandete auf, als Beigeordneter Heienbrok das Ergebnis der Bürgermeisterwahl verkündete. Fair gestanden die politischen Gegner ihre Niederlage ein und gratulierten dem zukünftigen Spenger Bürgermeister. Mit Fassung trug der CDU-Kandidat Jan Christian Janßen das Ergebnis. Enttäuscht zeigte er sich eher darüber, dass die politische Mitte nicht zugelegt habe. "Und bei der letzten Kommunalwahl hatte die UWG keinen eigenen Kandidaten", sieht er einen Grund für sein Abschneiden.