Enger-Westerenger. Festlich war der Rahmen. In eleganter Robe kamen daher die Feiernden zum großen Winterball der Schützengesellschaft Westerenger, dem ersten Highlight des noch jungen Jahres. Rund 200 Festgäste machten sich bei Eiseskälte auf zum Tanzvergnügen in der Gaststätte Erdbrügger im nahen Bünde.
Reih in Reih standen die Tische im großen Saal, besetzt mit den Grünröcken aus Westerenger, dem Thron aus Dreyen, Lenzinghausen und Spenge, sowie der heimischen Freiwilligen Feuerwehr und der Arbeitsgemeinschaft der Vereine aus Westerenger. Nur eine fünf Meter lange Tischreihe in vorderen Teil des Saales blieb zunächst leer. Doch dies änderte sich nach dem glanzvollen Einzug der Schützenmajestäten.
Zum laut geklatschten Rhythmus marschierte der amtierende Thron um König Stefan II. (Hinrichs) und Königin Sandra I. (Stammschulte) ein. Die Königin, gekrönt mit einem glitzernden Diadem und in einem ausladenden Kleid in purpur, und ihr König begrüßten strahlend die vielen Gäste.
Die Schützen hielten sich nicht lange mit Formalitäten auf - sogleich bevölkerten sie zur Musik des Trios Funkey-Musik die Tanzfläche. Eröffnet wurde der gesellige Abend mit dem Ehrentanz der Schützenmajestäten, aber bald bewegten sich alle im Rhythmus und gekonnt auf dem Parkett.
"Der Festausschuss, Thron und Vorstand hat den Winterball organisiert", erklärte Bernd Eckhardt, Sprecher der Schützengesellschaft. Ehrentanz und Einmarsch gehören zum traditionellen Programm des Winterballes. Hingegen wurden Ehrungen während dieser Festlichkeit abgeschafft. "Das wird meistens zu langweilig", erläuterte Eckhardt. Aus diesem Grund wurde nur der neue Besitzer des Jubiläumspokals verkündet und gefeiert. Claudia Kosmehl setzte sich gegen Olaf Kosmehl und Paul Nückel durch und durfte den schweren Kristallpokal in den Händen halten.
Herzlich umarmt wurde sie auch von ihren Eltern Bernd und Helga Eckhardt, die die Trophäe einst zum 75. Bestehen der Schützengesellschaft Westerenger gestiftet hatten.
Auch Bärbel Olschewsky, Dorit Kralemann, Irene Berg und Marlis Arendmeyer hatten in geselliger Runde ihren Spaß beim Winterball. Mit einem Gläschen Sekt in der Hand schunkelten und sangen sie zu den Liedern - wohl bis in die späten Abendstunden hinein.
"Wir sind eine große Schützenfamilie und unterstützen uns gegenseitig", freute sich Eckhardt über die zahlreich erschienen Gäste.