Spenge. Lautstarke rythmische Trommelschläge ertönen. In bunten osmanisch traditionellen Kostümen zieht sie ein: Die Mehter-Gruppe aus Bielefeld. Die türkische Musikkapelle ist der Höhepunkt des Festes "Begegnung der Kulturen" im Schulzentrum Spenge und sorgt für ein ganz besonders orientalisches Flair.
Kunterbunt geht es im Schulzentrum Spenge zu. Viele Nationen sind während des Festes "Begegnung der Kulturen" vertreten. "Einfach wunderbar", sagt Bürgermeister Bernd Dumcke. Er betont: "Denn Integration ist für eine gemeinsame Zukunft wichtig."
Anna Lena und Sine haben es sich am Stand des Heimatvereins Bardüttingdorf bequem gemacht. Hier leisten sie ihren Beitrag für ein großes internationales Mobile, das eventuell im Rathaus aufgehängt werden soll. Anke Fuchs vom Heimatverein erklärt: "Unser Multi-Kulti-Mobile besteht aus Bildern, die die Besucher hier malen." Gemalte Kunstwerke aus Marokko und Russland sind dabei. "Ein Mädchen, das aus Sri Lanka stammt, hat uns ihre Insel gemalt", erklärt Anke Fuchs begeistert. "Ein anderes Kind aus dem Libanon hat die Nationalflagge aufgezeichnet."
Die Nationalflaggen verschiedener Länder spielen auch am Stand der KiTa Sonnenland eine große Rolle. Erzieherin Sabine Pellmann erklärt: "Bei uns kann jeder sich eine Flagge als Vorlage heraussuchen und diese dann aufs Papier bringen."
Auch die Mitglieder von "Spenge Kreativ" malen fleißig. Doris Sahrhage, Rosali Müller und Gisela Dachsel bepinseln ein langes Banner. "30 Meter ist das Banner lang und wird dann gegen Abend aufgehängt", verkündet Doris Sahrhage stolz. Bis das Banner aber zwischen den Bäumen hängt, können die Besucher aber noch eifrig mitgestalten. "Dann haben wir nachher ein Kunstwerk, an dem viele Leute verschiedener Nationen mitgewirkt haben."
Einige Stände weiter kümmern sich Maike, Veronika, Lena, Gabriele und Melissa um das leibliche Wohl der Besucher. Die Schülerinnen der Realschule Spenge verkaufen internationale Köstlichkeiten wie französische Crèpes und russische Süßspeisen. "Die russischen Süßigkeiten sind alle selbst gebacken", sagt die elfjährige Veronika. Sie ergänzt: "Bei uns können die Besucher russische Nüsschen aus Karamell und Nüssen, und mit Pudding gefüllte Watruschki und runde Pontschiki kosten."
In der Teestube der Gesamtschule haben es sich die Mitglieder des Fanclub Bücherei gemütlich gemacht. Auch hier geht es international zu. Denn: Ursula Canet liest aus spanischen Romanen. "Ich war Spanischlehrerin an der Realschule", sagt sie. Ihre jungen und alten Leser entführt sie in die Welt des Romans "Cinco horas con Mario"von Miguel Delibes. "Ich habe aber auch die deutsche Übersetzung eines Romans von Cees Nooteboom vorgelesen." So können auch diejenigen die spanische Literatur kennenlernen, die die Sprache nicht beherrschen.
Die Schülerinnen Melissa und Gabriele sind begeistert von dem internationalen Fest: "Endlich können die Mitglieder der unterschiedlichen Kulturen entdecken, was die anderen Länder für Spezialitäten und Bräuche haben."