Kreis Herford. Opfer sind meist Senioren. Die Polizei warnt erneut vor reisenden Dachdeckern, die im Kreis Herford ihr Unwesen treiben. Die Masche erinnert an zwei Vorfälle, die sich in Enger ereigneten. In Herford war in der vergangenen Woche eine 85-jährige Seniorin auf ein Duo hereingefallen.
Die beiden Tatverdächtigen hatten nach Angaben der Polizei der alten Dame plausibel gemacht, dass das Dach ihres Hauses dringend repariert werden müsse. Da die 85-Jährige Vorkasse leisten sollte, begleitete das Duo sie sogar zur Bank. Die Männer kassierten das Geld und waren nie wieder gesehen.
Vorgestern tauchte der verdächtige weiße Lieferwagen erneut in Herford auf. "Die Männer wollten einen angeblich gefährlichen Pilzbefall bekämpfen", sagte Polizeisprecher Rainer Koch gegenüber der NW. Der 68-jährige Hausbesitzer sei aber nicht darauf reingefallen und habe die Polizei informiert. Auch in Enger trieben im Jahr 2008 Handwerker ein falsches Spiel.
Eine damals 88-jährige Frau sollte 3.000 Euro für Dachdeckerarbeiten zahlen. Als die betagte Frau das Geld von der Bank abheben wollte, war eine Bankangestellte misstrauisch geworden. Sie wusste, dass die Seniorin kein Haus besaß und alarmierte die Polizei. Die Beamten konnten noch in der Nähe der Bank einen 27-jährigen Osnabrücker, der sich als Dachdecker ausgegeben hatte, festnehmen. Skurril auch ein weiterer Fall, der sich im gleichen Jahr in Enger ereignete.

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Tipps der Polizei
Um sich vor betrügerischen Handwerkern zu schützen, gibt die Polizei folgenden Rat:Seien Sie skeptisch, wenn reisende, mobile Handwerker ihre Dienste anbieten.
Alarmiert sollten Sie sein, wenn reisende Handwerker um Vorkasse bitten.
Wenn Sie Verdacht schöpfen, ziehen Sie Bekannte oder Verwandte ins Vertrauen.
Informieren Sie im Zweifel die Polizei.













