Warum Jacob aus Westerenger unerwartet Post von der Wasserschutzpolizei in Kiel bekommt
Enger. Dass im Zeitalter von E-Mail und SMS auch die gute alte Flaschenpost dazu dienen kann, nette Kontakte zu knüpfen, erlebte jetzt Familie Sellenrieck aus Westerenger.
Mutter Veronica stutzte zunächst, als für ihren dreijährigen Sohn Jacob Post vom Wasserschutzpolizeirevier Kiel ins Haus flatterte. Das offiziell anmutende Schreiben entpuppte sich jedoch schnell als herzliche Antwort des Polizeioberkommissars Götz von Elbe.
Dieser hatte nämlich gemeinsam mit einem Kollegen Jacobs Flaschenpost aus den Fluten der Kieler Förde gezogen. Der Dreijährige war dort mit seiner Familie zu Besuch bei der Oma, als Schwesterchen Josefine (5) die Idee hatte, ein paar selbstgemalte Bilder auf die Reise ins Meer zu schicken. "Mein Mann hat dann auf den Bildern noch Name und Adresse der Kinder vermerkt, bevor sie die Flaschen in Laboe zu Wasser gelassen haben", erzählt Veronica Sellenrieck.
"Vielleicht hast du ja mal Lust bei uns vorbeizukommen", lud die Wasserschutzpolizei Jacob in ihrem Antwortschreiben auf einen Besuch im Revier ein und schickte gleich ein Paar echte Dienstgradabzeichen für den Nachwuchs mit nach Westerenger.
"Beim nächsten Familienbesuch in Kiel haben wir dann mit dem Revier Kontakt aufgenommen und einen Termin vereinbart", erinnert sich Veronica Sellenrieck. Und dort wartete das nächste Highlight auf Jacob: eine Spritztour im Motorboot der Wasserschutzpolizei. Und das nicht nur als Beifahrer, sondern selber am Steuer.
Mit großen Augen und den Dienstgradabzeichen am T-Shirt schaut sich Jacob immer wieder gerne das Video an, mit dem seine Mutter die Tour durch die Kieler Förde festgehalten hat. Dass er tatsächlich eine Antwort auf seine Flaschenpost bekommen hat, fand der Dreijährige - so berichtet seine Mutter - "eigentlich ganz normal". Schließlich klappe das bei Pippi Langstrumpf oder Urmel aus dem Eis ja auch immer . . .