Karin Pieper und ihre Mutter Gertrud aus Spenge trafen Bundespräsident Christian Wulff
Spenge/Berlin. Ein leckeres Dreigänge-Menü, lange festlich gedeckte Tafeln, im Hintergrund das Brandenburger Tor. 1.500 Menschen durften den Bundespräsidenten Christian Wulff und seine Ehefrau Bettina bei der Tafel der Demokratie treffen. 50 Leserinnen und Leser unserer Zeitung waren mit dabei. Unter ihnen Dr. Karin Pieper aus Spenge mit ihrer Mutter Gertrud Pieper.
"Es war ein besonderes Erlebnis mit der richtigen Mischung aus staatstragender Atmosphäre und festlicher Feier", sagt Karin Pieper rückblickend.
Seit fünf Jahren lebt die gebürtige Spengerin in Berlin, wo sie Dozentin für Politikwissenschaften an der Freien Universität ist.
Warum sie sich für die Teilnahme an der Tafel der Demokratie beworben hat? "Ich bin selbst politisch aktiv und die Tafel der Demokratie ist eine geeignete Gelegenheit, um mit vielen an Politik interessierten Menschen ins Gespräch zu kommen." Die 39-Jährige ergänzt: "Außerdem habe ich nicht jeden Tag die Chance, dem Bundespräsidenten einmal persönlich zu begegnen."
Und diese Begegnung war wirklich einmalig. Das Bundespräsidentenpaar sei sehr offen, charmant und gut gelaunt gewesen. "Überhaupt nicht distanziert", sagt Karin Pieper. "Im Gegenteil: Beide haben sich geduldig die Zukunftswünsche der Menschen angehört und sich viel Zeit genommen." Christian Wulff habe sich einem breiten Spektrum an Fragen stellen müssen. "Von Politik über Wirtschaft oder Agrarwirtschaft war alles dabei." An jedem der Tische habe er Platz genommen. Auch wenn Karin Pieper selbst nicht mit ihm ins Gespräch gekommen ist – "Ich habe aber meine Einladungskarte von ihm unterschreiben lassen", berichtet die 39-Jährige .
Die Stimmung unter den 1.500 Gästen sei locker gewesen.
"Meine Mutter und ich sind mit vielen ins Gespräch gekommen." Karin Pieper fügt hinzu: "Es war etwas Besonderes vor dieser historischen Kulisse des Brandenburger Tors das leckere Dreigänge-Menü zu genießen." Ihr persönlicher kulinarischer Höhepunkt? "Das war für meine Mutter und mich die Nachspeise des Menüs: Welfenspeise mit Waldbeeren. Unser absolutes Lieblingsgericht."
Was sich die 39-Jährige von der zukünftigen Arbeit des Bundespräsidenten erhofft? "Ich wünsche mir von ihm, dass er die direkte Demokratie in Deutschland und Europa fördern möge." Eine Herzensangelegenheit der Dozentin.
"Außerdem soll der Bundespräsident auch in Zukunft weiterhin offen im Umgang mit den Bürgern sein, den Dialog mit ihnen suchen."