Enger. Liebhaber historischer Fahrzeuge sollten sich Sonntag, den 12. September, vormerken: Dann nämlich präsentiert das Engeraner Kleinbahnmuseum auf seinem Gelände an der Bahnhofstraß zum bundesweiten Tag des offenen Denkmals von 11 bis 18 Uhr eine bemerkenswerte Oldtimer-Ausstellung.
Mit dabei sein werden auch Hartmut Neumann und sein BMW 502 V8 aus dem Jahre 1957. "Mein Mann hat den Wagen als Schrottauto aus Südafrika mitgebracht und dann eigenhändig restauriert", erzählt Brigitte Neumann, die in dem goldenen "Barockengel" - wie der Wagen unter Liebhabern gern genannt wird - oft mit zu sonntäglichen Ausfahrten startet.
"Wir erwarten mehr als 40 Fahrzeuge für die Ausstellung plus der Gäste, die direkt in ihren Oldtimern vorgefahren kommen", berichtet Gerd Althoff. Sowohl der Oldtimer-Club aus Extertal als auch die Freunde des Automuseums Melle, so der Vorsitzende des Vereins Kleinbahnmuseum, hätten sich mit diversen Fahrzeugen angekündigt.
Geschichte hautnah
Rund 7.500 Bau- und Bodendenkmale werden in ganz Deutschland am Tag des offenen Denkmals für Besucher offen stehen. Unter dem Motto "Kultur in Bewegung - Reisen, Handel und Verkehr" werden historische Verkehrsmittel, Straßen, Kanäle und Schienenstrecken oder alte Lagerräume und Kaufmannshäuser gezeigt. Seit 1993 koordiniert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz den Tag des offenen Denkmals bundesweit. Ausser dem Kleinbahnmuseum beteiligt sich auch die Werburg in Spenge am Tag des offenen Denkmals 2010. (bs)
Und auch in Enger gebe es mehr Oldtimer als man vielleicht glaube, betonte Althoff. Wie etwa den schwarzen Citroen, Baujahr 1949, den Markus Brakensiek zeigen wird, oder den blauen Panhard Dyna X, der Dieter Freitag aus Dreyen gehört. "Der Wagen wurde in Frankreich gebaut, besteht zu achtzig Prozent aus Aluminium und wiegt deshalb auch nur 580 Kilo", erläutert der Experte.
Aber auch schwergewichtigere Modelle werden rund um das Kleinbahnmuseum zu sehen sein: Amerikanische Straßenkreuzer, ein altes Bundeswehrfahrzeug und historische Nutzfahrzeuge sollen die vielseitige Schau komplettieren. "Wir möchten auch die alte "Hannelore", eine Hanomag-Zugmaschine für den Holztransport, zeigen, die früher von der Firma Heckewerth eingesetzt wurde", erläutert Hermann Flachmann. Außerdem erwarte man einen Kohlenhändler mit seinem alten Unimog.
Getreu dem diesjährigen Veranstaltungsmotto des Museums "Mobilität gestern und heute" hat Gerd Althoff auch einige Autohäuser der Region angesprochen, ihre neuesten Modelle der "Premiumklasse" Seite an Seite mit den zahlreichen Oldtimern zu zeigen.
Für das leibliche Wohl aller Besucher wird mit Würstchen und Kaltgetränken sowie Kaffee und Kuchen gesorgt sein.