Insgesamt fast 50.000 Euro für notleidende Kinder gespendet / Sorge: Verkauf des Sportplatzes
Enger. 12.880 Euro - diese stolze Summe ist in diesem Jahr bei "Kicken für Afrika", dem großen Benefizturnier der "Zwoten", zusammen gekommen. Den Betrag spendet die heutige dritte Seniorenmannschaft des SC Enger jeweils zur Hälfte an den Verein "Sportler 4 a childrens world" und an die Hilfsorganisation Upendo Daima.
Seit 2003 - dem ersten Jahr, in dem Kicken für Afrika stattgefunden hat -wurden sämtliche Einnahmen immer an das Kinderhilfswerk terre des hommes gespendet, wie Robin Haemisch von der "Zwoten" erklärte. "Der Verein Sportler 4 a childrens world ist ein Kooperationspartner von uns", so Hannelore Book von terre des hommes Deutschland. Daher geht ein Teil des Geldes diesmal an ihn.
Die Spende soll nach den Worten von John McGurk, Vorsitzender von "Sportler 4 a childrens world", einem Drop-in-Zentrum in der Provinz Limpopo in Südafrika zugute kommen. "Dies ist ein Zentrum für Aids-Waisen oder vernachlässigte Kinder, die dort unterstützt und durch Sport, Musik oder auf andere Weise gefördert werden", erklärte er.
Der Kontakt zu terre des hommes sei durch den Vater von Robin Haemisch zustande gekommen, der seit Jahren spendet, sagte Hannelore Book. "Es ist eine sehr transparente Hilfsorganisation - man weiß, was mit dem Geld passiert", sagte Robin Haemisch.
Seit 2007 wird ein Teil des Betrags von der Mannschaft aber auch an andere Organisationen gespendet. In diesem Jahr ist dies Upendo Daima, die sich für Straßenkinder in Tansania einsetzt.
"Im ersten Jahr haben wir einen Betrag von 200 Euro zusammen bekommen. Mittlerweile ist Kicken für Afrika das größte Fußballturnier in OWL. Zum dritten Mal haben wir mehr als 10.000 Euro eingenommen" berichtete Robin Haemisch stolz. Von Jahr zu Jahr sei das Turnier größer geworden. Angefangen sei man mit fünf Mannschaften, heute spielten 32 Teams. "Wir haben aber immer weit mehr Anfragen, nur reicht der Platz nicht."
Inzwischen geht "Kicken für Afrika" über drei Tage und ist zu einem echten Sport-Festival mitKultcharakter geworden, bei dem auch Bands auftreten. "Das ist ein lockeres Ding, Kultur vermischt mit Sport", berichtet Robin Haemisch.
Trotz des großen Erfolgs ist die Zukunft von Kicken für Afrika ungewiss. Der Sportplatz am Brillweg, Standort des Turniers, soll verkauft werden, Alternativen seien schwer zu finden. "Die Atmosphäre auf dem Sportplatz am Brillweg ist einfach einmalig", sagte Robin Haemisch. "Wir hoffen, dass wir die Veranstaltung im nächsten Jahr zum 10. Jubiläum dort noch einmal machen können. Wir denken immer nur von Jahr zu Jahr, aber Kicken für Afrika soll weitergehen."
Diese Meinung teilt Hannelore Book von terre des hommes uneingeschränkt. "Das Turnier hat in den ganzen Jahren fast 50.000 Euro für notleidende Kinder eingespielt."
Weitere Infos zum Turnier gibt es im Internet unter
www.kfa2011.de.