Harsewinkel (ei). Zwei wertvolle Zuchtbullen sowie rund 60 Kälber konnten vom Hofbesitzer gerade noch vor den Flammen in Sicherheit gebracht werden, als am Montagabend auf einem Hof am Greffener Landweg in Harsewinkel (Kreis Gütersloh) eine Scheune niederbrannte.
Rund 120 Feuerwehrleute aus acht Löschzügen kämpften gegen die Flammen, während der Löscharbeiten musste eine 75-Jährige Bewohnerin des Hofes mit einem Schwächeanfall ins Krankenhaus transportiert werden.
Um 22.06 Uhr heulten in Harsewinkel, Marienfeld und Greffen die Sirenen und riefen die Feuerwehrleute zum Einsatz. Unter Leitung von Stadtbrandmeister Andreas Feismann mussten sich die Feuerwehrleute vor allem darum kümmern, genügend Löschwasser an die Einsatzstelle zu befördern. Dazu wurden Tanklöschfahrzeuge mit jeweils 5.000-Liter-Wassertanks aus Gütersloh, Versmold und Steinhagen nachalarmiert, ferner der Schlauchwagen mit 1.000 Meter Wasserschläuchen aus Isselhorst sowie ein weiteres Tanklöschfahrzeug vom Löschzug Kölkebeck.
Dann kam der Abrissbagger
Um die Flammen auch von oben effektiv bekämpfen zu können, wurde neben der eigenen auch die Drehleiter aus Versmold eingesetzt. In der ersten Phase der Brandbekämpfung mussten sich die Feuerwehrleute darauf beschränken, die nahe der Scheuen stehenden Nachbargebäude vor einem Übergreifen der Flammen zu schützen.
Nach rund einer Stunde war der Brand unter Kontrolle, noch in der Nacht riss ein Abrissbagger die Dachkonstruktion der Scheune ein, um ein unkontrolliertes Zusammenbrechen zu verhindern. Erst am Vormittag waren zahlreiche Tiere auf dem Hof verkauft und verladen worden.
Gegen 2.45 Uhr konnten die letzten Feuerwehrleute einrücken, lediglich eine Brandsicherheitswache blieb bis in die Morgenstunden auf dem Hof, um Glutnester schnell ablöschen zu können.
70.000 Euro Schaden
Am Dienstagvormittag untersuchten Brandsachbearbeiter der Polizei Gütersloh den Brandort. Nach bisherigen Ermittlungen ist das Feuer im Dachgeschoss der Scheune ausgebrochen, indem sich größere Mengen an Heu und Stroh befanden. Noch am Montag war hier nachgefüllt worden.
Die genaue Brandursache steht nicht fest. Allerdings haben sich auch keine Hinweise ergeben, die auf ein Fremdverschulden hindeuten könnten. Die Schadenshöhe wird auf etwa 70.000 Euro geschätzt.