Gütersloh (ost/-sg-). Güterslohs Bürgermeisterin Maria Unger war die erste, die sich am Montag in das Kondolenzbuch für Reinhard Mohn eintrug. Zahlreiche Gütersloher folgten dem Beispiel der ersten Bürgerin ihrer Stadt. Das Kondolenzbuch lag ab Mittag im Rathaus aus.
Auch die Bertelsmänner konnten ihrer Trauer in Kondolenzbüchern Ausdruck geben. In der Konzenzentrale an der Carl-Bertelsmann-Straße 270 hatte Vorstandsvorsitzender Hartmut Ostrowski am Montagmorgen um 10 Uhr eine kurze Traueransprache vor den Mitarbeitern gehalten. Nach einer Gedenkminute trug er sich anschließend in das Trauerbuch ein.
Gegenüber in der Bertelsmann-Stiftung sprach Aufsichtsratschef Gunter Thielen zu den Mitarbeitern. Zusammen mit seiner Frau Ulla hatte er sich als erstes in das ausliegende Kondolenzbuch eingetragen.
Die Beerdigung von Reinhard Mohn wird am Mittwoch im engsten Familienkreis stattfinden. Wann die offizielle Trauerfeier mit über 1.000 geladenen Gästen begangen wird, ist noch nicht bekanntgegeben worden.
Text von Maria Unger im Kondolenzbuch
"Die Stadt Gütersloh trauert um ihren Sohn und Ehrenbürger Reinhard Mohn. Seine herausragenden Erfolge als Unternehmer und seine bedeutenden gesellschaftspolitischen Ideen und Impulse haben nicht nur Gütersloh und die Region geprägt, sondern das Land und die Welt mit gestaltet.
Unvergessen bleibt Reinhard Mohn nicht nur als Unternehmer und Denker, sondern auch als Mensch, dem das Gemeinwesen so viel bedeutete und der sich in vorbildlicher Weise sozial engagierte. So hat Reinhard Mohn auch die Entwicklung der Stadt Gütersloh als Stifter und Schenker maßgeblich und beispielhaft unterstützt. Er hat Denkanstöße für das Zusammenleben der Menschen gegeben und geholfen, diese konsequent umzusetzen.
Wir, die Bürger und Bürgerinnen der Stadt haben Reinhard Mohn unendlich viel zu verdanken und werden ihn immer in Erinnerung behalten. Wir fühlen mit seiner Frau, seinen Kindern und ihren Familien."