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07.11.2009
GÜTERSLOH
Gewalt am Stadion eskaliert
Mehrere Verletzte gestern beim Fußballspiel FC Gütersloh gegen den SV Lippstadt
VON LUDGER OSTERKAMP

Kritische Stimmung | FOTO: HENRIK MARTNSCHLEDDE

Gütersloh. Beim Fußballspiel FC Gütersloh gegen SV Lippstadt ist es gestern Abend zu massiven Ausschreitungen gekommen. Mehrere Menschen wurden verletzt. Die Gewalt ging offenbar jedoch nicht von Anhängern der beteiligten Vereine aus, sondern von Hooligans aus Beckum.

Wie es hieß, hatten sich die Hooligans per Internet formiert. Das sei aus Fanforen ersichtlich gewesen. Gleichwohl hatte mit der Brutalität der Angreifer offenbar niemand gerechnet. Die Polizei nahm bis zum späten Abend acht Randalierer fest. Gütersloher Fußballfans sollen nicht an den Ausschreitungen beteiligt gewesen sein.

Die Täter waren zum Teil vermummt. Laut Auskunft der Polizei waren etliche von ihnen mit der Bahn in Gütersloh angekommen und hatten sich erst später vermummt. Die Randalierer entzündeten bengalische Feuer und warfen sie in Vorgärten in der Nähe des Heidewaldstadions. Aus Angst verschlossen manche Anwohner ihre Häuser und verdunkelten sie.

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Die Ausschreitungen begannen, als drei Busse mit Anhängern des SV Lippstadt am Stadion eintrafen. Die vermummten Randalierer griffen einen der Busse an und schlugen die Fensterscheiben ein. Auf der Straße kam es zu chaotischen Szenen. Der Tumult entwickelte sich zu einer Massenschlägerei mit mehreren Verletzten. Nach Kenntnis der Polizei musste aber keiner ins Krankenhaus. Nach ihrer Attacke auf die Lippstädter Fans zogen sich die Angreifer zurück und verteilten sich. Die Polizisten, bis zu 50 an der Zahl, suchten die Umgebung ab. Zwischenzeitlich stieß eine Hundertschaft aus Bielefeld hinzu, die auf dem Weg zu einer Rockerbanden-Einsatz in Greven war.

"Ich bin jetzt zwölf Jahre szenekundiger Betreuer des Vereins, aber so etwas habe ich noch nicht erlebt", sagte der Polizist Norbert Claassen. Für ihn habe es so ausgesehen, als sei die Schlägerei verabredet gewesen.

FC Güterloh-Präsident Udo Böning sagte, er sei bereits am Donnerstag von Daniel Craes, dem Geschäftsführer des SV Lippstadt, darauf hingewiesen worden, dass sich im Umfeld des Nachbarschaftsderbys etwas zusammenbraue. Daraufhin sei die Polizei in Lippstadt informiert worden. Polizei und Ordnungsamt hätten den FCG anschließend angewiesen, die Heidewaldstraße zu sperren, was auch geschehen sei. "Wir waren aber davon ausgegangen, dass die Polizei hier wesentlich stärker vertreten ist." Er kritisierte, dass erst nach der Eskalation die Polizeistärke vergrößert wurde. Die Gütersloher Fans nahm Böning in Schutz. "Die haben mit der Sache nichts zu tun."

Nach dem Spiel wurden die Lippstädter unter massivem Polizeischutz aus dem Stadion geleitet. Auch in Lippstadt selbst wurden sie von Beamten beschützt.

Mehr zum Thema in nw-news.de

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Kommentare
@ rolf das ist kompletter unsinn der präsident und vize präsident stehen öfters bei uns in der uhrkurve und plauschen mit den fans,sogar spieler aus dem verhassten verl es ist nie was passiert ausser ein paar rufe.wo es scharmützel gab im hw in den letzten jahren lässt sich an einer hand abzählen,so schlimm wie freitag war es noch nie.was können die vereine dafür was VOR dem stadion passiert wo noch gewarnt wurde.gar nichts.man kann doch keinen verein bestrafen wenn solche leute in eine stadt anreisen die nichtmal fans von dem verein sind und das AUSSERHALB vom stadion ist. ob dort fans nun von gt dabei waren sollte man allerdings restlos aufklären ohne was zu vertuschen.

@Rolf auch ich gehe seid Jahren in den Heidewald, selbstverständlich gibt es immer mal wieder probleme mit "Fans" die auf Krawalle aus sind, dafür den Verein, oder andere Fans zu bestrafen ist sicherlich nichjt der richtige Weg. Eher ist es wohl so das man Glaubt mit Geldstrafen den Verein Kaputt machen zu können, aber das hat bisher nicht geklappt und ich denke auch in Zukunft werden Die Treusten Fans aus Owl hinter ihrem verein stehen, hoffentlich ohne weitere Gewalt-

Es fällt mir aufgrund hinreichender Erfahrungen schwer zu glauben, daß die sogenannten "Fans" des FCG 2000 in keiner Weise an den Vorfällen beteiligt waren. Da sagt doch der Herr Böning allen Ernstes, er habe sich bei den Anhängern im Stadion aufgehalten, um ihnen damit ein kollektives Alibi zu vermitteln. Aber wer bitte mag denn glauben, daß sich der Präsident eines Fußballclubs zusammen mit den hauseigenen Hooligans in die Kurve stellt? Nicht mal seiner Großmutter kann er das erzählen. Und daß es in Gütersloh-Kattenstroth öfters mal knallt, ist nun bei Leibe schon seit etlichen Jahren bekannt, nur berichtet die Presse von diesen Scharmützeln in der Regel nicht. In Ostwestfalen kursiert für die FC-Spielstätte schon seit geraumer Zeit der Begriff "Heidegewaltstadion", der Grund dafür dürfte ja wohl klar sein. Es wird Zeit, daß es endlich auch zu einer harten Strafe für den FCG 2000 kommt, der seine ach so liebe Fanschaft nach wie vor derart unreflektiert in Schutz nimmt. Eine saftige Geldstrafe dürfte die FCG-Verantwortlichen ob der angespannten finanziellen Lage dieses Vereins zum Nachdenken bewegen...

Man kann doch nicht jedes Spiel wo es vielleicht Ärger gebn könnte unter Ausschuss der Öffentlichkeit stattfinden lassen.Ausserdem muss es auch so geregelt werden können dass es nicht gleich SV gibt wenn man theoretisch was gemacht haben könnte.

Ich bin ganz klar gegen die Eskalation der Gewalt im Umfeld von Fußballspielen, nur Kampagnen gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit werden hier nichts bringen, da völlig am Thema vorbei. Es gibt zwar ein paar radikal rechts orientierte Jungs unter den Gewalttätern, tut aber nichts zu der fußballbezogenen Gewalt bei, da es ein bunt gemischter Haufen von Menschen ist (Alt, jung, Ausländer, Deutscher, links, rechts, mitte, Akademiker, Arbeitsloser, Arbeiter, Ingeneur, usw.) Genauso gut könnte man so langsam Kampagnen gegen Inländerfeindlichkeit starten,



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