Gütersloh (ai). Die Bürger für Gütersloh (BfGT) wollen ein weiteres Bürgerbegehren zum Theater starten. Ziel ist es, das Theater ab 2012 zu privatisieren, etwa in Form einer Genossenschaft.
Mit 104 Mitgliedern ist die BfGT zwar ein kleiner Verein, aber schon einmal, 2002, hat sie erfolgreich einen Bürgerentscheid organisiert. Für mehrere Jahre musste damals der geplante Bau des Theaters verschoben werden.
Voraussetzung für das Bürgerbegehren, das einem Bürgerentscheid stets vorangeht, ist die Sammlung von 4.700 Unterschriften. "Sobald die Finanzierung gesichert ist, geht es los", sagt BfGT-Vorsitzende und Fraktionschef Norbert Morkes.
Er sieht die Umwandlung des Theaters angesichts der Haushaltslage für dingend geboten. Die rund 4,5 Mio. Folgekosten pro Jahre könne sich die Stadt nicht leisten. An diesem Posten aber zu sparen, wie die CDU vorschlage mache überhaupt keinen Sinn. "Wenn kein anständiges Programm geboten wird, können wir den Laden gleich dichtmachen", so Morkes.
Eine Genossenschaft, in der sich z.B. kulturelle Institutionen aus Gütersloh beteiligen könnten oder eine GmbH, hätte ganz andere Möglichkeiten Sponsorengelder zu gewinnen.
Von einem Ratsbürgerentscheid zur Privatisierung habe man Abstand genommen. "In diesem Rat bekommen wir nie die erforderliche Zweidrittelmehrheit".