Verl-Bornholte. "Das sind alles kleine ‚Bärsönlichkeiten’", schmunzelt Monika Schreiber und streichelt über das samtweiche Fell eines ihrer putzigen Tierchen. Die Gütersloher Bärenmacherin war eine von 18 Ausstellern beim Ostermarkt des Bürgervereins Bornholte-Bahnhof am Samstag und Sonntag im "Hühnerstall". Ein Markt, der von der Vielfalt des Angebotenen ebenso wie vom enormen Besucherzuspruch lebte.
Jonathan, Wastl, Him-Bärchen und ihre Kumpanen entstehen in aufwendiger Handarbeit. "Eine Besonderheit sind die skulptierten Füße", verrät Monika Schreiber, die mit Nadel und Faden eben auch die Zehen der Braunbärchen herausarbeitet.
Am Stand nebenan schauen die Menschen Dorothea Kokott zu, die vorgefärbte Ostereier in polnischer Kratztechnik bearbeitet. Mit einem Teppichmesser legt sie mit filigraner Fertigkeit oberschlesische Muster frei, die sie schon bei ihrem Opa gesehen hat. "Tiere wie Hähne, Eulen und Hasen habe ich selbst entworfen", sagt die Kunsthandwerkerin, die in der Tracht ihrer Heimat und mit einem Blumenkranz im Haar das zeitaufwendige Hobby vorführt. Mit Wachtel- genauso wie mit Straußeneiern.
Zu einem Ostermarkt gehören kunstvoll gefertigte, geritzte, bemalte und perforierte Eier einfach dazu. Und die faszinieren dutzende Besucher. Alma Natrop aus Geseke präsentiert den Gästen ihre mit Acrylfarben bemalten Eier. Farbenfrohe Blümchen, bunt gefiederte Singvögel, zwischendrin ein lesender Osterhase: "Frohe Ostern" steht da auf der Zeitung von Meister Lampe geschrieben. Ein Ostergruß der persönlichen Note.
Das sind auch die perforierten Ostereier von Gertrud Keuchel. Mit einem Minibohrer stößt sie in die Schale der ausgeblasenen Eier. Einmal angefangen setzt sie wieder und wieder an. Heraus kommen Schriftzüge und präzise ausgeführte Muster. "Man kann mit diesen Eiern auch kleine Lichterketten bestücken", sagt sie. Dann komme die Struktur der fragilen Kleinkunstwerke erst so recht zur Geltung.
Neben Grußkarten, Tiffany-Glasschmuck für Fenster und Sträuße, neben Tellern und Eiern, verziert in Serviettentechnik gibt es Porzellanmalerei und Keramiken mit österlichen- und Frühlingsmotiven.
Designer-Mode, Seidenmalerei und Geschenkboxen setzen auf der Schau ebenso Akzente wie von Hand verzierte Kerzen zu Ostern und zur Erstkommunion sowie farbenfroher, handgefertigter Schmuck. "Alles Unikate", wie Marion Schmidt-Feldmann betont.
Farben, die das winterlich-trübe Grau vergessen lassen und den Frühling locken. Derweil erklingt Mundharmonikamusik von "Wondini" und die Besucher legen bei Kaffee und Kuchen eine Klönpause im Hühnerstall-Café ein.
So wird der Ostermarkt ein echter Treffpunkt.