Gütersloh. Offenbar durch Reparaturarbeiten ist am Samstag eine Tennishalle am Postdamm in Brand geraten. Eine dicke, schwarze Rauchwolke wies den Feuerwehrleuten den Weg, ein 68-Jähriger wurde mit einer Rauchgasvergiftung vorübergehend ins Krankenhaus gebracht.
Der Mann war mit Schweißarbeiten beschäftigt, wollte das undichte Dach der privat betriebenen Tennishalle reparieren. Dabei entzündete sich das Dämmmaterial. Nach Zeugenangaben versuchte der Mann noch, den Brand mit zwei Eimern Sand zu löschen, blieb aber erfolglos. Tennisspieler des GTV, die auf den Ascheplätzen daneben trainierten, hatten zu dem Zeitpunkt schon die Feuerwehr verständigt. Seine eher dilettantischen Löschversuche bezahlte der Handwerker mit einer Rauchvergiftung; er kam ins Krankenhaus, konnte es nach ambulanter Behandlung aber wieder verlassen.
Die Rauchentwicklung war, auch wegen der Teerpappe, enorm. Eine dichte schwarze Wolke lag über Teile der Stadt und wies den Feuerwehrleuten der hauptamtlichen Wache sowie der Löschzüge Gütersloh, Avenwedde und Isselhorst den Weg. Neben dem Brand hatten die Einsatzkräfte mit zahlreichen Schaulustigen zu kämpfen, die der Rauch an den Brandort lockte.
Wie die Polizei mitteilte, musste sie zusätzliche Kräfte für Absperrmaßnahmen einsetzen. Mit Hilfe von zwei Drehleitern wurde zunächst ein Außenangriff durchgeführt, der auch schnell Wirkung zeigte. Gleichzeitig bauten die Feuerwehrleute über Hydranten eine stabile Wasserversorgung auf, um an der Halle genügend Löschwasser zur Verfügung zu haben. Mehr als vier Stunden waren die Feuerwehrleute damit beschäftigt, die Flammen zu löschen. Zwischeneitlich schnitten sie ein Loch in die Dachhaut, einerseits um den Brandrauch abziehen zu lassen, andererseits um zu kontrollieren, wie weit sich das Feuer in dem Dämmmaterial bereits ausgedehnt hatte.
"Der dichte, schwarze Qualm entwickelte sich durch das Verbrennen des inneren Isolationsanstriches", erläuterte Volker Kocinski-Schroer vom Führungsdienst der Feuerwehr. Ob es der Feuerwehr gelang, einen Totalschaden zu verhindern, ist noch offen. Die Polizei schätzt den Schaden vorsichtig auf 100.000 Euro. Der Postdamm wurde zwischen B 61 und "Am Schlangenbach" während der Löscharbeiten voll gesperrt. Mitarbeiter des städtischen Bauhofes waren alarmiert worden, sie stellten Warnbaken auf.