Gütersloh (ost). In Gütersloh soll weiter Bowling gespielt werden können. Dafür setzt sich der Verler Getränkeunternehmer Klaus Westerbarkey, Inhaber der Immobilie "Bowling No. 1", ein. "Ich bin mit zwei Interessenten im Gespräch", sagte Westerbarkey. "Es sieht gut aus."
Wie berichtet, ist der Betrieb auf Güterslohs einziger Bowlingbahn seit Mitte Juli eingestellt. Über den Betreiber Dietmar Starke war ein Insolvenzverfahren eröffnet worden. Insolvenzverwalter Dr. Norbert Küpper sagte gestern, Starke habe das Gewerbe am 31. August abgemeldet. Den Arbeitskräften, mehrheitlich Mini-Jobber, sei vor einigen Wochen gekündigt worden.
Eigentümer Klaus Westerbarkey geht indes weiter davon aus, dass Bowling in Gütersloh eine Zukunft hat. "Das Potenzial dafür ist da, eine moderne Anlage müsste sich in einer Stadt dieser Größenordnung wirtschaftlich tragen können." Das sähen auch die neuen potenziellen Betreiber so. Mit etwas Glück könne er in Kürze einen Vertragsabschluss präsentieren.
Freilich, so Westerbarkey, seien einige Investitionen erforderlich. Wichtig sei vor allem eine neue Technik. Die alte Aufstelltechnik sei reparaturanfällig gewesen, auch sei die Lieferfirma mittlerweile pleite. Immer wieder hätten einige Bahnen nicht genutzt werden können. Neue Anlagen, etwa von AMF oder Brunswick, böten dagegen höchste Qualität.
In dem Komplex des ehemaligen Madison Fit Garden (Nordring/Georgstraße) sei das Bowlingcenter das einzige Sorgenkind, so Westerbarkey. Die oberste Etage sei erfolgreich an einen Entwickler von Computerspielen (Ascaron-Nachfolger) vermietet, die Etage darunter an eine aramäische Fernsehgesellschaft (Suryoyo TV), das Erdgeschoss an ein Billardcenter.