Borgholzhausen/Detmold (lnw). Großer Aufruhr um den Lückenschluss an der Autobahn 33: Unmittelbar an der Trasse bei Borgholzhausen (Kreis Gütersloh) wurde ein Baum gefällt, dessen Existenz zuletzt den Bau des Autobahnstücks zwischen Bielefeld und Osnabrück verzögerte. Am Freitagnachmittag stellte sich heraus, dass der Eigentümer des Waldes den Baum selbst gefällt hat. Er gab an, dass dies bei Baumfällarbeiten versehentlich geschehen sei. Bei dem Baum handelte es sich um einen so genannten "Wochenstubenbaum für Bechsteinfledermäuse.
Mitarbeiter einer biologischen Beobachtungsstation hatten Donnerstagmittag bemerkt, dass der Baum vollständig gefällt und entfernt worden war. Beamte der Gütersloher Polizei hatten danach im Waldgebiet rund um den abgesägten Baumstamm und auf den Zufahrtswegen eine intensive Spurensuche durchgeführt. Für die Untersuchungen war auch der Staatsschutz eingeschaltet worden, da zunächst eine politisch motivierte Tat nicht ausgeschlossen wurde.
Dann jedoch hatte die Rücksprache mit dem Besitzer des Waldstücks Klarheit gebracht. Der Kreis Gütersloh müsse nun prüfen, ob wegen der Abholzung ein Verfahren gegen den Waldbesitzer eingeleitet werde. "Dabei geht es um die Frage, ob eine Ordnungswidrigkeit vorliegt", hieß es von Seiten der Polizei.
Mehrere Nistbäume im Gebiet
Die Bezirksregierung Detmold will trotz des Zwischenfalls weiter prüfen, welche Auswirkungen der Bau der geplanten Trasse haben könnte. Es sei "nicht zu erwarten, dass der Bereich insgesamt seine Funktion als Fortpflanzungsstätte für die Bechstein-Fledermauskolonie verliert", weil ein Baum gefällt wurde, hieß es in einer Mitteilung. In dem Waldstück seien im vergangenen Jahr mehrere Nistbäume entdeckt worden.
Der Sprecher der Umweltschutzverbände in Ostwestfalen, Karsten Otte, hatte vor dem Geständnis des Waldbesitzers von einer "gezielten Tat" gesprochen, um den Streckenbau voranzutreiben. In dem Baum in der Nähe der geplanten Trasse war im vergangenen Jahr eine Kolonie von 31 Fledermäusen der bedrohten Bechstein-Art gefunden worden. Das Planfeststellungsverfahren für den letzten Abschnitt des A-33-Lückenschlusses zwischen Halle und Borgholzhausen (Kreis Gütersloh) musste daraufhin unterbrochen werden. Um den etwa 27 Kilometer langen Lückenschluss der Autobahn 33 wird seit fast 45 Jahren gerungen.
ich bin heilefroh, dass ich nicht zu diesen armen Menschen gehöre, die tagtäglich entweder als Fahrer oder Anwohner das Elend an der B68 erleben müssen.
Wenn ich das Öko-Geseier höre mit "Wem es unter diesen Umständen nicht gefällt, kann ja wegziehen", krieg ich doch das Kotzen. Zieht ihr Ökos doch alle nach Brasilien und Indonesien, wo für ein bisschen Bio-Sprit ganze Wälder gerodet werden und seid dort aktiv! Dann lese ich ständig irgendwelche weisen Zitate von Indianerstämmen. Habt ihr keine wertvollen Diskussionsbeiträge? Könnt Ihr euch nicht Tatsachen fügen und den mehrfach geplanten und ratifizierten Bau der Strecke akzeptieren? Kennt ihr sowas wie Demokratie? Mehrheitsentscheid? Findet ihr immer neue Lurche und Molche und habt ihr euer Leben darauf abgezielt, die Gesellschaft an ihrem Wachstum zu hindern? Armes Deutschland. Leistet lieber wertvolle Beiträge und forscht an alternativen Energien oder dem Perpetuum Mobile. Tut etwas SINNVOLLERES als euch überlieferte Indianerzitate an den Kopf zu werfen. Die Gesellschaft hat Euch genug Alternativen geboten (neue Trassen, Grünbrücken, ...) und Ihr zieht die Anwohner, die Betroffenen, die Gesellschaft in Misskredit. Diese Autobahn wird gebaut, und nachher kostet es wahrscheinlich nochmals 30 Jahre, und dann könnt ihr euch überlegen, wieviel CO2, Feinstaub, Ruß und was auch immer alle Fahrzeuge in der Zeit in Halle & Co. verbraten haben. Ihr gebt dieses Land der Lächerlichkeit preis. Vielen Dank!
Ach ja: Ganz gleich, ob mit Absicht oder aus Versehen. Ich konnte mir ein diebisches Grinsen nicht von der Backe putzen, als ich davon erfahren habe :o)