Harsewinkel (ei). Lebensgefährlich verletzt wurde am Samstagmorgen ein 58-jähriger Mann aus Herzebrock, als er an der Kreuzung Heerdamm/Haarweg die Vorfahrt eines VW-Passat missachtete. Der 22-jährige Harsewinkeler versuchte noch, nach links auszuweichen. Er konnte den Zusammenstoß aber nach Polizeiangaben nicht mehr verhindern.
Wie die Polizei weiter mitteilte, war gegen 10.45 Uhr der Fahrer des Skoda-Felicia-Fun auf dem Haarweg, aus Richtung Greffen kommend, in Fahrtrichtung Harsewinkel unterwegs, als er mit dem Pickup den Heerdamm vermutlich überqueren wollte. Gleichzeitig war der Fahrer des blauen VW auf dem Heerdamm Richtung Beelen unterwegs; auf dem Beifahrersitz des Kombis saß ein Bruder (18) des Fahrers.
Der Passat prallte mit voller Wucht in die Fahrertür des Skoda und schob ihn mehrere Meter vor sich her, ehe beide Fahrzeuge im angrenzenden Grünstreifen liegen blieben. Durch die Wucht des Zusammenpralls erlitt der 58-Jährige lebensgefährliche Verletzungen im Bereich des Brustkorbs. Ein neunjähriges Mädchen auf dem Beifahrersitz wurde ebenfalls schwer verletzt.
Während die beiden Insassen des Passat fast unverletzt aussteigen konnten, benötigten die Feuerwehrleute des Löschzuges Harsewinkel rund 45 Minuten, um den schwerstverletzten Skoda-Fahrer zu befreien. Unter Leitung von Stadtbrandinspektor Andreas Feismann wurde in Absprache mit der Notärztin aus Harsewinkel der Mann möglichst schonend aus dem Wrack geborgen.
Während das neunjährige Mädchen von der Versmolder Rettungswagenbesatzung behandelt wurde, musste sein Großvater nach einer ersten intensivmedizinischen Behandlung an der Unfallstelle mit dem angeforderten Rettungshubschrauber "Christoph 13" in die Spezialklinik Gilead I nach Bielefeld-Bethel geflogen werden. Die Neunjährige wurde in ein Gütersloher Krankenhaus gebracht.
Der Harsewinkeler und sein Beifahrer wurden glücklicherweise nur leicht verletzt. Die Straße wurde an der Unfallstelle für zwei Stunden komplett gesperrt. Insgesamt wird der Sachschaden auf rund 25.000 Euro geschätzt.