Herford (hab). Ausströmendes Gas aus einer Wohnung an der Bismarckstraße löste am 2. Weihnachtsfeiertag einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr aus. Die Bismarckstraße wurde längere Zeit gesperrt. Mehrere Gebäude wurden evakuiert. Für einen 32-jährigen Herforder, der versucht hatte sich umzubringen, kam jede Hilfe zu spät.
Gegen 15 Uhr war zunächst die Polizei zum Haus Bismarckstraße 64 gerufen worden: Ein Bewohner wollte sich offensichtlich umbringen. Die Beamten brachen die Wohnungstür auf. Sie zogen sich jedoch zurück, als sie starke Gasentwicklung wahrnahmen.
Wenige Minuten später war die Weihnachtsruhe auch für die Feuerwehr vorüber. Nachdem ihr Gaswarnmeßgerät ausgeschlagen hatte, ordnete sie unverzüglich die Evakuierung des Hauses und der beiden Nachbargebäude an. Wegen Explosionsgefahr ließen die Sicherheitskräfte das Gebäude weiträumig absperren. Vier Steifenwagenbesatzungen wurden dafür eingesetzt. Außerdem waren 30 Feuerwehrleute mit zehn Fahrzeugen vor Ort.
Nur unter schwerem Atemschutz konnten die Feuerwehrleute die Wohnung betreten. "Der Gasgeruch, der eine Explosionsgefahr vermuten ließ, erwies sich als Rauchgas, das von einem schwelenden Holzkohlegrill im Badezimmer verbreitet wurde", berichtet Feuerwehrchef Michael Stiegelmeyer, der den Einsatz leitete.
Im Badezimmer fanden die Rettungskräfte eine leblose männliche Person. "Trotz sofortiger Reanimation verstarb sie noch an der Einsatzstelle. Nach ersten Erkenntnisse hatte sich der Mann eine Kohlenmonoxidvergiftung zugezogen".
Die Feuerwehr belüftete die Wohnung mit Hilfe eines Hochleistungslüfters. Dann hob sie die Evakuierung der Wohnungen und die Straßensperrung auf. Einen Sachschaden registrierten die Einsatzkräfte nicht.
Stiegelmeyer: "Zwei Katzen, die sich ebenfalls in der Wohnung aufhielten, kamen nicht zu Schaden".











