Herford (cla). Zu wenig traditionelles Handwerk, zu wenig Angebote für Kinder. Das kritisiert Hans Meyer am Weihnachtsmarkt, der heute Abend abgebaut wird. Auch gebe es zu viele "Fressbuden", sagt er am Lesertelefon.
Das gesellige Treiben auf dem Alten Markt steht Meyers Auffassung entgegen. Eine Vielzahl von Leckereien gibt es dort. Das sei so gewollt, erklärt Ralf Hammacher von der Pro Herford. Er verweist auch auf den Linnenbauerplatz, der durch sein offenes Feuer eine besondere Atmosphäre habe. Über die Platzgestaltung habe er schon viel Lobendes gehört. Für Kinder gab es ein Tipi-Zelt mit einer Märchenerzählerin. Zum Kinderprogramm gehören beispielsweise ein Kaspertheater an den Wochenenden auf verschiedenen Plätzen.
Über den Weihnachtsmarktes sei in Herford schon viel diskutiert worden, räumt Hammacher ein. Und natürlich müsse nicht alles so bleiben, wie es jetzt ist. Mehr traditionelles Kunsthandwerk zu etablieren, sei aber aus mehreren Gründen schwierig: So gebe es ja auch noch den sehr gut laufenden Kunsthandwerkermarkt in der Markthalle mit mehr als 50 Anbietern an einem Wochenende vor Weihnachten. Zudem sei es schwierig, Standbetreiber zu finden, die bereit seien, für sechs Wochen die Personalkosten auf sich zu nehmen. Und dann sei es schwierig, Standplätze zu finden, weil sich natürlich kein Geschäftsinhaber eine Bude vor sein Schaufenster stellen lassen möchte. Deshalb werde auch immer wieder darüber diskutiert, auf den Münsterkirchplatz und den Rathausplatz auszuweichen.















