Herford (hab/ton). Kündigungen, Freistellungen, Aussperrungen: Mit harten Maßnahmen geht das Betonwerk Westerwelle in Herford gegen Mitarbeiter vor, die sich für höhere Löhne als die bisher gezahlten acht Euro sowie für die Einrichtung eines Betriebsrats einsetzen. Wie der WDR am Dienstag meldete, sind die Arbeiter ab heute offiziell im Streik.
Am Donnerstag letzter Woche hatten die Gewerkschaftsmitglieder in dem auf Winkelstützen spezialisierten 40-Mann-Familienbetrieb eine sechsköpfige betriebliche Tarifkommission gewählt. Am Tag darauf erhielten alle Gewählten die Kündigung und wurden mit sofortiger Wirkung von der Arbeit freigestellt – rechtswidrig, wie die Gewerkschaft Bau, Agrar, Umwelt (BAU) meint.
Gewerkschaftssekretär Bodo Matthey begleitete die Betroffenen gestern morgen in den Betrieb, um die Aufhebung der sofortigen Freistellung auszuhandeln. Dann überschlugen sich die Ereignisse, wie die IG Bau berichtet: Ein großer Teil der Belegschaft stellte sich "aus Solidarität" zu ihren Kollegen. Die Geschäftsführung habe darauf hin den Gekündigten Hausverbot erteilt erteilt und die solidarischen Mitarbeiter aus dem Betrieb verwiesen. Bodo Matthey (IG BAU): "Sie durften sich noch umziehen, dann mussten sie gehen". Mehr als die Hälfte der Belegschaft war daraufhin ausgesperrt. Später am Tag zogen auch zwei Leiharbeitsfirmen ihre Mitarbeiter aus der Firma zurück.















