Herford. Grünes Licht für den Verkauf des Elsbach-Hotelgrundstücks und der Kiewiese hat der Aufsichtsrat der städtischen Holding HVV gegeben. Auch der Rückkauf der Stadtwerke fand einhellige Zustimmung. "Das sind wichtige Weichenstellungen", sagt Bürgermeister Bruno Wollbrink. Auch für das Kaufhof-Areal kündigte er kurzfristig positive Ergebnisse an.
Das Hotelgrundstück auf dem Elsbach-Gelände wird von der Hamburger Devello Immobilien AG übernommen, die hier ein 136-Zimmer-Hotel bauen und dieses als Vier-Sterne-Projekt betreiben lassen will (wie exklusiv berichtet). "Devello verfügt als in vielen Geschäftsfeldern erfolgreicher Projektentwickler auch im Hotelneubau über umfangreiche Erfahrungen", schreibt die Stadtverwaltung in einer Presseerklärung.
"Das Hotel wird für MARTa, für das Elsbach-Haus und für die heimische Wirtschaft insgesamt positive Effekte haben", betont der Bürgermeister. "Dabei rechne ich nicht mit einem Verdrängungswettbewerb zu Lasten anderer örtlicher Hotels". Vielmehr würden Gäste, die jetzt irgendwo in OWL übernachten, dann in Herford bleiben können. "Aus mehr wird mehr, wovon alle profitieren".
Wollbrink bestätigte zugleich einen offiziellen Auftrag des Aufsichtsrats an die HVV, die Kiewiese von der Stadt und einer Erbengemeinschaft zu kaufen.
Auch von der Rückübertragung eines 22,74-Prozent-Anteils der Stadtwerke von Eon Westfalen-Weser (wie exklusiv berichtet) an die Holding HVV erwartet der Bürgermeister positive Effekte für die Stadt. Er bestätigte, dass die Holding damit mehr Geld in die Kasse und mehr Handlungsspielraum bekommt. "Ich freue mich, dass wir wieder Herr im eigenen Hause sind. Damit sind wir für die Herausforderungen der Zukunft auf dem Energiemarkt gut gerüstet".
Noch in diesem Jahr planen die Stadtwerke neben dem Bau des Wasserkraftwerks am Bergertor mit Herforder Partnern eigene Projekte zur Nutzung von Sonnenenergie und Biogas.
In den nächsten zwei bis drei Wochen werde er auch Ergebnisse der Verhandlungen über die Zukunft des Kaufhof-Areals verkünden, kündigte Wollbrink an. "Es gibt bekanntlich mehrere Interessenten; die Gespräche gestalten sich sehr positiv", sagte er.











