Herford (hab). Betonwerk Westerwelle und kein Ende: Mehrere Mitglieder des am Donnerstag von der Belegschaft eingesetzten Wahlvorstands für die Betriebsratswahl erhielten zum Wochenende ihre fristlose Kündigung. "Es wird immer doller; natürlich erstatten wir sofort Strafanzeige", kommentiert Gewerkschaftssekretär Bodo Matthey (IG BAU).
Mitglieder von Wahlvorständen sowie Kandidaten für die Betriebsratswahl genießen nach dem Betriebsverfassungsgesetz einen besonderen Kündigungsschutz. Der Rausschmiss des Wahlvorstandes würde die Durchführung der Wahl unmöglich machen. Beim Betonwerk Westerwelle war die Wahl eines Betriebsrates für den kommenden Freitag vorgesehen gewesen. "Die Behinderung der Betriebsratswahl in dieser Form ist eine Straftat, die mit Gefängnis bestraft werden kann", ruft Matthey in Erinnerung. Daher werde die Gewerkschaft am Montag sofort Strafanzeige stellen.
Vor knapp 14 Tagen hatten die geschäftsführenden Gesellschafter des Familienbetriebs bereits einmal sechs Kündigungen ausgesprochen, damals gegen die gerade gewählten Mitglieder einer betrieblichen Tarifkommission. Die Beschäftigten des Betriebs, die derzeit zum Teil Stundenlöhne unter neun Euro erhalten, wollen höhere Löhne aushandeln.











