Herford (hab). Im Arbeitskonflikt im Betonwerk Westerwelle hat die Industriegewerkschaft BAU gestern beim Arbeitsgericht einstweilige Verfügungen gegen die fristlose Kündigung von fünf Mitgliedern des Wahlvorstandes für die Betriebsratswahl beantragt.
Diese Kündigungen waren den Betroffenen am Samstag zugegangen, nachdem sie am Donnerstag in den Wahlvorstand gewählt worden waren. Wahlvorstände und Betriebsratskandidaten genießen besonderen Kündigungsschutz.
Zugleich stellte sie Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Bielefeld wegen Behinderung der Betriebsratswahl.
Derweil geht der Streik weiter. 23 Beschäftigte sind nach Angaben der IG Bau im Ausstand.
Am Mittwoch geht der Arbeitskampf bereits in die dritte Woche. Die Arbeitnehmer setzen sich für höhere Löhne und für einen Betriebsrat ein, der ihre Interessen vertritt.
Heute wollen die Streikenden ab 10 Uhr in der Innenstadt die Herforder über die Hintergründe ihres Arbeitskampfes informieren. Für Freitag ist ein "Solidaritätsfest" vor dem Betriebsgelände an der Elverdisser Straße vorgesehen, zu dem auch die Nachbarn eingeladen werden.
Unterdessen haben die Streikenden und die IG BAU den NRW-Arbeitsminister Franz-Josef Laumann (CDU) um Vermittlung gebeten. Die Führung des Betonwerks ist bislang nicht bereit, mit den Arbeitnehmern zu verhandeln.











