Herford. Wer ein ganzer Mann sein will, muss heutzutage mehr als nur Muskeln zu bieten haben. Felix Dietel wird bald wissen, was genau von einem solchen Supermann verlangt wird: Der Herforder nimmt seit gestern am viertägigen Wettbewerb "Deutschlands echtester Kerl" teil, den das Männermagazin Men’s Health bis Sonntag in Bad Kissingen veranstaltet.
"Ich lese die Zeitschrift schon seit Jahren", sagt der 21-Jährige, der in Bielefeld Sport und Mathematik auf Grundschul-Lehramt studiert. Auf die jährliche "Men’s-Health-Challenge" hatte er schon lange ein Auge geworfen, fühlte sich aber bislang immer zu jung fürs Mitmachen.
"In diesem Jahr habe ich mich dann einfach mal angemeldet", sagt Felix, der sich die Teilnahme an einem solchen Wettbewerb als "großen Spaß" vorstellt. "Ich habe ein Foto geschickt und einen Fragebogen ausgefüllt." Es habe gar nicht lange gedauert, bis er vom Verlag die Nachricht bekam, dass er im großen Finale mit 19 anderen Teilnehmern antreten dürfe.
Welche Kriterien dafür letztlich ausschlaggebend waren, weiß Felix nicht. So ganz schlecht aussehen tue er nicht. "Vielleicht hat der Jury aber auch meine humorvolle Art gefallen, mit der ich die Fragen nach meiner Motivation beantwortet habe", so der Herforder. Oder man habe für die richtige Mischung einfach noch einen Studenten gesucht. "Von Professoren bis hin zu Kfz-Mechanikern ist da nämlich so ziemlich alles dabei", sagt Felix, der Namen, Fotos und Daten seiner Kontrahenten bereits kennt. "Ich bin der Jüngste, der da mitmacht", sagt der Leichtathlet.
Mit der Teilnahme am Finale soll für den jungen Mann in Bad Kissingen aber noch lange nicht Schluss sein. "Ich traue mir durchaus zu, dort zu gewinnen", sagt Felix, der als Leistungssportler einen durchtrainierten Körper vorzeigen kann. "Kochen kann ich auch und ganz dumm bin ich auch nicht - und gestern habe ich noch geübt, wie man einen Krawattenknoten bindet", sagt Felix und lacht.
Freundin Regina - ebenfalls aus Herford - unterstützt ihren Liebsten auf ganzer Linie. "Gestern hat sie mir noch das richtige Flirt-Outfit zurechtgelegt", sagt Felix. ",Speeddating ist da nämlich auch so eine Disziplin - eine von insgesamt 30." Apropos Freundin: Eifersucht kenne die junge Frau - zumindest in Sachen "Men’s Health Challenge" - nicht. Die Mädels, so Felix, würden ihm nach einem etwaigen Sieg oder einer vorderen Platzierung schon nicht die Bude einrennen. "Dafür hat das Magazin wohl einfach zu wenige Leser", schätzt Felix.
Eine schöne Bestätigung wäre ein vorderer Platz für ihn aber schon. Außerdem bekommt der Sieger ein Mountain-Bike im Wert von 3.000 Euro. Da könnte Felix dann etwas für seine strammen Waden tun. Die braucht ein echter Kerl sicherlich auch.
Weltweit Leser
Men’s Health ist ein Lifestyle-und-Fitness-Magazin für Männer. In den USA ist die Zeitschrift seit 1987 auf dem Markt. Eine deutsche Ausgabe von Men’s Health gibt es seit 1996. Das Magazin erscheint weltweit mit 31 Ausgaben in 40 Ländern und ist mit mehr als 18 Millionen Lesern das am weitesten verbreitete Männermagazin der Welt. (hazl)