Sundern. Der Rückzug will ihm nicht gelingen. Immer wieder versucht Egon Schäffer Ämter abzugeben, weniger zu machen, doch es gelingt ihm einfach nicht, vielleicht weil er nicht wirklich will, bestimmt aber, weil die Anderen es nicht wollen. Morgen wird Egon Schäffer 75 Jahre alt.
Seit einer gefühlten Ewigkeit ist Egon Schäffer schon aktiv. Dabei sind es erst 35 Jahre, die er in und für die Gemeinde in Sundern organisiert, plant, überzeugt, schlichtet und ordnet. Zuletzt ließ er sich breitschlagen, doch noch einmal für den Gemeinderat zu kandidieren, obwohl er diesen Rückzug schon angekündigt hatte. Wie erwartet, zog der stellvertretende Bürgermeister Hiddenhausens mit einem Traumergebnis allen Konkurrenten davon.
Schäffer war schon 40, als er in die Politik ging. Da war er kein Unbekannter. Schäffer war Fußballer. Er spielte für den Vfl Herford und den DSC Arminia Bielefeld. Danach trainierte er die Kreisauswahl der Jugendmannschaften. Mitte der 70er Jahre machte der gelernte Dreher und Abteilungsleiter bei Hettich sein Hobby zum Beruf: Er wurde Sport- und Werklehrer an der Eickhof-Schule. Daneben half er seiner Frau Magarita beim Aufbau ihres Unternehmens, engagierte sich in der Arbeiterwohlfahrt, deren Vorsitzender in Sundern er ist, in der SPD, deren Vorsitzender er war. Für sein Engagement erhielt er das Bundesverdienstkreuz.