Hits and Kids: Die "Gospelkids" singen gegen Vorurteile und für Frieden, Freiheit und Freundschaft
Herford. "Ich habe einen Traum, dass eines Tages kleine schwarze Jungen und Mädchen mit kleinen weißen Jungen und weißen Mädchen geschwisterlich die Hände halten können", hatte der schwarze Bürgerrechtler Martin Luther King in seiner wohl berühmtesten Rede gesagt. Davon, dass Vorurteile und Ausgrenzung auch heute noch aktuell sind, erzählt das Musical "Gospelkids - I have a Dream".
"Gospelkids" ist das inzwischen 16. Kindermusical der Evangelischen Jugend Herford Innenstadt. Zwei Mal spielten 160 Kinder im Stadttheater das Musical von Helmut Jost, dessen Geschichte von Daniela und Peter Menke (EJ Innenstadt) aktualisiert wurde. Neben Chorgesang, mutigen Solisten sorgen Schauspieler und Tanzgruppen für Leben auf der Bühne. Das Bühnenbild ist ebenso selbst entworfen wie die Requisiten und Kostüme.
Das Projekt Hits and Kids
Zum 16. Mal brachte die Evangelische Jugend Herford Innenstadt ein Kindermusical mit 160 Kindern auf die Bühne. Auch wenn viele Mitarbeiter sich ehrenamtlich engagieren, kostet das Projekt doch Geld. Ein Förderverein unterstützt "Hits and Kids" und die Angebote dieser Jugendarbeit. www.foerderverein.hitsandkids.de (rab)
Erzählt wird die Geschichte von John, der als Schwarzer neu in eine Klasse kommt und zunächst ausgegrenzt wird. Die Lehrerin behandelt daraufhin die Geschichte der Schwarzen in den USA von der Sklaverei über die Bürgerrechtsbewegung bis in die Gegenwart, wo es einen schwarze Präsidenten, schwarze Superstars aber immer noch Vorurteile gibt. Spiel- und Tanzszenen wechseln dabei mit den Liedern ab.
"Gib nicht auf", "Lean on Me", heißen die Lieder. Auch Gospel-Klassiker wie "Go, tell it on the Mountains", "He’s got the Whole World" oder die Hymne der Bürgerrechtsbewegung "We shall overcome" sind zu hören. Doch in die Gospel-Songs mischt sich Modernes, denn nach dem Chorus "We shall overcome" wird gerappt: "Ich habe einen Traum , eines Tages wird er war. Das ist die Geschichte von M.L.K ."
Egal, ob Rap oder Ballade, alle Lieder transportieren die Botschaft von Gottvertrauen, Freundschaft und Frieden. "Unser Ziel ist es, Kinder mit allen Sinnen an die Botschaft von Frieden und Freundschaft heranzuführen", sagt Jugenddiakon Jürgen Elmers, dem in diesem Jahr Esther Rudolph als Chorleiterin zu Seite stand. Der Applaus von Kindern und Publikum zeigt, dass das erneut funktioniert hat.