Schweicheln-Bermbeck. Das Führerhaus des weißen Lkw ist an der linken Seite völlig zerfetzt. Wenige Meter weiter stehen die Reste eines dunkelblauen VW-Sharan. Für den Fahrer des Familienvans kommt jede Hilfe zu spät. Er stirbt nach einem Frontalzusammenstoß an der Unfallstelle. Seine Ehefrau und die vier Kinder auf den Rückbänken müssen schwerverletzt in die umliegenden Krankenhäuser gebracht werden.
Schon der Weg zum Unfallort lässt nichts Gutes erahnen. Mitten auf einem Feld an der Herforder Straße steht der startbereite Bielefelder Rettungshubschrauber "Christoph 13".
Wenige Meter weiter zeigt sich die Tragweite des Unfalls. Auf der rechten Spur, von Herford kommend kurz hinter dem Ortseingangsschild SchweichelnBermbeck, steht ein weißer Lkw. Das Metall der Fahrertür ist aus der Verankerung gerissen und hat sich nach hinten verbogen.
Ein paar Meter weiter steht ein total zerstörter VW-Sharan. Die Motorhaube ist zerdrückt, die Räder gebrochen. Die Polizei geht davon aus, dass der dunkelblaue Familienvan mit Osnabrücker Kennzeichen in der Rechtskurve nach links auf die Gegenfahrbahn gekommen war und dort frontal mit dem Lkw zusammenstieß. Der Zusammenstoß muss heftig gewesen sein.
Ein Anwohner sagt: "Ich habe nur einen lauten Knall gehört." Um 16.50 Uhr ging der Notruf ein. Der Feuerwehr-Löschzug Schweicheln rückte umgehend aus. Sonderfahrzeuge der Wehr aus Eilshausen werden dazugerufen. Rettungsdienste aus Herford, Bünde und Löhne kommen dazu. Wie der Einsatzleiter der Feuerwehr Hiddenhausen, Werner Lohmeyer, erklärt, musste die Feuerwehr zwei Personen aus dem Sharan herausschneiden.
Die restlichen Verletzten können durch die Türen geborgen und versorgt werden. Für den 36-jährigen Fahrer des Sharans kommt die umgehende Hilfe dennoch zu spät. Er stirbt noch an der Unfallstelle.
Die Feuerwehr kategorisiert den Einsatz als "Massenanfall von Verletzten" der niedrigsten Stufe 1. Die fünf Mitfahrer des VW, darunter die vier Kinder, etwa zwischen 3 und 11 Jahren alt, müssen schwerverletzt in die umliegenden Krankenhäuser gebracht werden. Eines der Kinder, ein Mädchen, wird sogar per Rettungshubschrauber nach Bielefeld gebracht.
Der 42-jährige Fahrer des Lkw muss im Bünder Lukas-Krankenhaus versorgt werden. Ein Notfallseelsorger betreut den Mann.
Gutachter untersuchen vor Ort den Unfallhergang. Anschließend sollen Auto und Lkw von der zeitweise gesperrten Herforder Straße abgeschleppt werden. Den VW-Sharan stellt die Polizei für weitere Ermittlungen sicher.