Herford. Jetzt steht es Schwarz auf Weiß: Die Herforder halten von ihrem berühmten Museum mehr, als sie selbst glauben. Dr. Martin Ludwig Hofmann und Katharina König befragten für ihr Buch "Der Gehry-Effekt" 517 Passanten in der Herforder Innenstadt zum MARTa. Demnach sehen 56 Prozent der Menschen das Museum positiv, nur 14 Prozent bestätigen das Klischee vom provinziellen Kunstbanausen.
Die Befragten
Von den Befragten kamen 56 Prozent direkt aus Herford, weitere 29 Prozent aus der näheren Umgebung. Von den befragten Menschen, die direkt aus Herford stammen, bewerten 55 Prozent das MARTa mit "gut" beziehungsweise mit "sehr gut", nur 18 Prozent sehen das Museum kritisch.
Die Museumsgänger
90 Prozent der Befragten war der Name des Museums bekannt, die Frage nach der Bedeutung des Namens MARTa konnten jedoch nur 13 Prozent richtig beantworten, "was trotz aller gebotenen interpretatorischen Zurückhaltung als Indiz für eine nicht allzu ausgeprägte inhaltliche Auseinandersezung mit dem Museum gedeutet werden kann", so heißt es in der Studie. Diese Deutung werde durch den Umstand gestützt, dass mit 44 Prozent eine erstaunlich hohe Zahl der Befragten das MARTa noch nie besucht hat - und nur elf Prozent waren bislang häufiger als fünfmal zu Gast.
Der allgemeine Eindruck
Dem gegenüber steht laut Studie die Frage nach der grundsätzlichen Beurteilung des Museums MARTa. Sie fällt bei mehr als der Hälfte der Befragten positiv aus: 45 Prozent beantworten diese Frage mit "gut", elf Prozent sogar mit "sehr gut". Die absolute Mehrheit äußert sich also in einem guten Sinne über das vordergründig so umstrittene Haus. Dieser positive Eindruck wird noch dadurch verstärkt, dass nur 14 Prozent ein dezidiert negatives Urteil abgeben. Fast ein Drittel (31 Prozent) bewertet das Haus neutral ("geht so"). Insofern stehen 56 Prozent aus Befürwortern einer relativ kleinen Gruppe aus 14 Prozent "Gegnern" gegenüber.
Die Architektur
Hofmann und König gehen ins Detail: Wie sieht’s mit dem Gebäude an sich aus? Die Antworten sprechen auch hier eine deutliche Sprache: Nahezu jeder Vierte (24 Prozent) gibt der wilden Architektur die Bestnote "sehr gut", weitere 40 Prozent bezeichnen sie ohne Einschränkung als "gut". Demgegenüber stehen nur 15 Prozent, die den dekonstruktivistischen Bau auf der fünfstufigen Skala mit "schlecht" oder "sehr schlecht" bewerten. Von den "echten" Herfordern beurteilen sogar 62 Prozent die Architektur positiv, lediglich etwa 15 Prozent üben Kritik.
Von allen Befragten, die die Architektur des Gebäudes positiv bewerten, gibt fast ein Viertel an (23 Prozent), dass es vor allem das "Außergewöhnliche" sei, das sie in besonderem Maße anspreche. 18 Prozent gefällt besonders die Formensprache mit ihren Rundungen und ihrem Verzicht auf rechte Winkel.
Von den in der Herforder Fußgängerzone Befrgaten, die die Architektur des Gebäudes negativ bewerten, bemängeln 22 Prozent die Auffälligkeit und das Außergewöhnliche des MARTa, das sie als "zu groß" empfinden.
Die Kosten
Auf die finanzielle Seite der Debatte angesprochen, zeigen sich die Befragten zunächst sehr kritisch. Die absolute Mehrheit (53 Prozent) hält die Baukosten in ihrer endgültigen Höhe für nicht gerechtfertigt und für eindeutig zu hoch.
Die Reputation
Ein Stück weit wird dieses negative Votum bezüglich der Kosten relativiert, denn die absolute Mehrheit aller Befragten (51 Prozent) ist der Meinung, dass sich das MARTa positiv auf die Stadt auswirkt. Jeder zehnte glaubt sogar, dass es sich dabei um "sehr gute" Auswirkungen handelt. Nur knapp 10 Prozent schätzen die Auwirkungen des Museums auf Herford als "schlecht" oder "sehr schlecht" ein. Von den befragten Menschen, die direkt aus Herford stammen, sind es immerhin 46 Prozent, die von einer positiven Auswirkung MARTas auf ihre Stadt ausgehen, nur 12 Prozent sind vom Gegenteil überzeugt.
Das Fazit
In diesem Sinne , so schließt die Studie, bleibt festzuhalten, dass trotz einer deutlich formulierten Kritik an den als ungerechtfertigt empfundenen Baukosten das Bild des MARTa in der Herforder Bevölkerung bei weitem nicht so negativ ausfällt, wie es von seinen Kritikern häufig dargestellt wird.
egal ob marta, pylonen, zermanschte autos oder ein stk berliner mauer - das interessiert keine sau SOLANGE das absolute gro der leute nicht weis, wie sie jeden monat über die runden kommen soll! was soll immer diese berichterstattung für pro-marta??? ich versthee es nicht. fließen da gelder? habt ihr verträge? ist ja anders kaum mehr zu erklären. gebt uns arbeit gebt uns geld gebt uns freien zugriff zum gesundheitssystem gebt uns den kleinen einzelhandel und gebt uns unsere öffentlichen einrichtungen wieder - jagt die pd´s und geldgeier aus der stadt und sorgt für gerechtigkeit- DANN erst kommt marta!