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22.10.2011
HERFORD
Wie soll Herford in Zukunft heißen?
NRW-Landtag macht Weg frei für Ergänzungen zum Ortsnamen
VON JOBST LÜDEKING

Mehrheitsfähig? | FOTO: RALF BITTNER/ MONTAGEN: THOMAS GRUNDMANN

Herford. Wenn es um Städtenamen ging, hatte in Nordrhein-Westfalen bis Donnerstag alles seine amtliche Ordnung: Die Bezeichnungen Kreisstadt, Landeshauptstadt oder Bundesstadt waren erlaubt, sonst nichts. Das ist nun aber anders – und das wird wohl auch die Herforder Ortseingangsschilder betreffen.

Denn nun dürfen NRW-Städte und Gemeinden auf regionale und lokale Besonderheiten auch auf dem Ortsschild hinweisen. Bisher konnten sie das nur mit Logos – etwa auf ihren Briefbögen – tun.

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Doch wie könnte sich Herford nun nennen? Die Neue Westfälische hat einige Vorschläge zusammengetragen. Doch welcher Namenszusatz könnte passend sein? Immerhin gibt es genug Punkte, die für Herford sprechen. Oder ist eine Vorentscheidung bereits gefallen?

"Hansestadt" als Namenszusatz?

Stadtsprecher Rene Schilling verweist auf einen Beschluss, der im Beisein von Manfred Schürkamp, Kämmerer und Geschäftsführer des westfälischen Hansebunds mit Sitz in Herford, getroffen wurde: Die Olper Erklärung, in der sich die 32 westfälischen Hansemitglieder darauf verständigt haben, zukünftig das Wort Hansestadt auf den gelben Schildern zu führen. "Die 32 Städte haben sich einhellig dafür ausgesprochen, da wird Herford nicht hinten anstehen", erklärte René Schilling. Damit würde Herford eine von 32 Städten mit dem Namenszusatz Hansestadt.

Die vom Landtag beschlossene Änderung der Gemeindeordnung soll die Gemeinden und Kreise in ihre Einzigartigkeit bekannt machen, so das Innenministerium. Das stärke das kommunale Selbstbewusstsein. Doch willkürlich können die Namensänderungen nicht ablaufen: "Künftig können Räte und Kreistage mit einer Mehrheit von drei Vierteln der Mitglieder Bezeichnungen bestimmen oder ändern", teilte das NRW-Innenministerium mit.

Mit der Genehmigung durch das Ministerium für Inneres und Kommunales gilt die amtliche Bezeichnung als offizieller Zusatz zum Namen und darf dann auch auf Ortseingangsschildern verwendet werden.

Die Neue Westfälische macht zehn Vorschläge, mit welchem Namenszusatz Herford künftig für sich werben könnte. Sagen Sie uns Ihre Meinung zur neuen Schilder-Freiheit und stimmen Sie ab: Welcher Name sollte es sein?

Kommentare
Neue Ortsschilder wären reine Geldverschwendung.

Michael G., bitte schnell zum Arzt, damit es nicht noch schlimmer wird! Schwachsinn fern von jedem Realismus.

Kurz vor Schluß - folgende Vorschläge:
1:
Stadt - Land - Fluss
Herford
2:
Provinz mit Ort:
Herford
3:
Hanse mal Marta gesehen? Wo? In
Herford
4:
Marta, hanse mal Kunst? Klar - in
Herford
5:
Pro Provinz !
Herford
6:
Schon da ? Schön hier !
Herford
7:
Schön hier in
Herford
8.
Modellstadt
Herford
(Mein - ernsthafter - Favorit: .. macht neugierig, ist
modern, steht für Aufbruch, abseits des Mainstreams, offen für Neues).

O! Herford, och, Herford! Nee, Herford, nicht schon wieder!
Gibts eigentlich keine wichtigeren Dinge in dieser einst ganz netten und lebenswerten Stadt, um das sich die zweifellos qualifizierten Spitzenpolitiker und die weltläufige Presse kümmern könnten?
Trotzdem mein - historisch wie aktuell - nicht ganz irrelevanter Vorschlag: Kauschieten-Herwede!

@ marta freund:

MARTa ist lediglich nur ein "Leuchtfeuer" von vielen in NRW in denen Steuergelder verbrannt werden. Es wird ununterbrochen angeheizt von Großmannssucht und Größenwahn. Das ist wahrlich nichts, womit man sich profilieren sollte.

Der Herforder hat ein begründetes Problem mit MARTa, was seinem tiefverwurzelten sozialen Gerechtigkeitssinn geschuldet ist und tatsächlich in gewissen Sinne in seiner bäuerlichen Provinzialität begründet ist.

Die daraus resultierenden Reaktionen des Herforders interpretieren Sie fälschlicherweise als "sozialen Hass"!

Der Herforder an sich hat was gegen die Übervorteilung von Eliten auf Kosten der Allgemeinheit.

Der Herforder an sich ist gegen die Umverteilung von Geldern von "Arm" nach "Reich" und von "Unten" nach "Oben"!

Der Herforder an sich ist gegen die Privatisierung von "Gewinnen" und auch gegen die Sozialisierung von "Verlusten".

Der Herforder an sich in seiner bäuerlichen Provinzialität baut sich sein Haus so, daß er es sich leisten und später auch unterhalten kann.

Und erst dann, wenn noch Geld "übrig" sein sollte, dann kauft der Herforder ein Bild und hängt es an seine Wohnzimmerwand! Vorher hat sich der Herforder aber erstmal satt gegessen!

Der Herforder an sich ist kein Kulturbanause. Er geht nur lieber ins Kino.

Mit seinem sozialen Gerechtigkeitssinn und seiner bäuerlichen Provinzialität wird es dem Herforder auch gelingen aus der schönen Stadt Herford wieder eine lebenswerte und angesagte Stadt zu machen.

Aber der Herforder an sich braucht dafür kein Museum!

Was er dafür braucht ist ein Arbeitsplatz, er braucht einen Kindergarten und eine Schule für seine Kinder. Die Kinder und Jugendlichen brauchen eine Stadtbibliothek.

Der Herforder braucht saubere und sichere Straßen?

Der Herforder braucht Sportstätten, um sich für seine Arbeit fit zu halten.

Der Herforder braucht ein Sicherheitsgefühl. Er will keine Angst um seine Familie haben wegen der anhaltenden Kriminalität.

Der Herforder will nicht, daß seine Kinder auf der Straße abhängen. Jugend- und Integrationsarbeit sind daher für ihn kein notwendiges Übel.

Und diese Aufzählung ist noch vielseitig verlängerbar!

Aber ein Museum braucht der Herforder nicht, um ohne Sorgen leben zu können.

Das würde er sich vielleicht gönnen, wenn alle seine Schäfchen im Trockenen sitzen und alle Baustellen abgearbeitet sind.

Denn eines würde ein Herforder mit Sicherheit nie tun: Erst ein Bild kaufen und dann das Haus darum bauen!

MfG

Felix

P.S.: Doch, also ich will tatsächlich, dass die Subventionierung von MARTa mit unseren Steuergeldern eines Tages gen Null fließt. Je eher, desto besser!



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