Herford (hab). Die Verlängerung der Dienstzeit von Kämmerer Manfred Schürkamp bis 2016 wird im Stadtrat unterschiedlich gewürdigt. CDU, FDP und Bürgermeister freuen sich. Die Grünen halten nichts davon. Und die SPD nimmt die Sache mit der "Rente mit 68" schweigend zur Kenntnis.
"Hier ist die Chance für einen Neuanfang vertan worden", klagte Angela Schmalhorst (Grüne). Sie hätte es besser gefunden, wenn Schürkamps Dezernenten-Stelle nach dessen regulärem Ausscheiden Mitte 2013 weggefallen und die Aufgabe vom Bürgermeister übernommen worden wäre.
"Wir sehen das ganz und gar anders", hielt Wolfgang Rußkamp (CDU) ihr entgegen. "Wir freuen uns, die Entscheidung verdient Respekt." Er hob auch die Loyalität Schürkamps hervor. Für "folgerichtig, logisch und richtig" hält Lothar Wienböker (FDP) die Entscheidung.
Auch der Bürgermeister fand lobende Worte für den Kämmerer, der später gegen die Stimmen der Grünen vom Stadtrat auch als sein allgemeiner Vertreter als Chef der Stadtverwaltung bestätigt wurde. Wollbrink hatte den Antrag seines Kämmerers genehmigt. Er selbst vertritt die Rechtsauffassung, dass er den Antrag gar nicht hätte ablehnen können. Die Grünen halten diese rechtlichen Argumente für nichtig.
Kämmerer Schürkamp verfolgte die Debatte über ihn schweigend mit starrer Miene.











