Herford (jwl). Die Versuche einer zweifelhaften Firma aus Delmenhorst, Rentner für eine Verkaufsveranstaltung in einem Herforder Innenstadt-Hotel zu ködern, haben nun ein juristisches Nachspiel.
Eine Anruferin hatten sich als Mitarbeiterin des städtischen Bürgerzentrums Haus unter den Linden (HudL) ausgegeben. Die Frau, die sich König nannte, hatte die Opfer beschwatzt und zu der Veranstaltung am 28. Februar um 10 Uhr in ein Hotel in der Innenstadt eingeladen. "Wir haben in Zusammenhang mit den Anrufen Strafanzeige erstattet", erklärte Stadt-Sprecher Réne Schilling. Hier müsse von einem betrügerischen Vorgehen ausgegangen werden.
Der Hotel-Besitzer betonte auf Nachfrage der NW, dass er das Unternehmen überhaupt nicht kenne. Den Termin mit der Delmenhorster Firma hätten seine Mitarbeiterinnen gemacht.
Bereits in der Vergangenheit war das Hotel aber mehrfach Veranstaltungsort für Kaffeefahrten. Wie berichtet, hatte die Stadt 2009 eine ähnlich aufgebaute Verkaufsschau in dem Hotel verboten.
Kurz zuvor hatte das Ordnungsamt auch diverse Gaststätten und Hotels, die bereits in der Zeit davor Ziele von betrügerischen Verkaufsschauen waren, angeschrieben und darauf hingewiesen, dass Verkaufsveranstaltungen zuvor bei der Stadt angemeldet und vom Ordnungsamt genehmigt werden müssen. Im aktuellen Fall ist die Citywache informiert und Beamte sollen an der Veranstaltung teilnehmen.
Für den von der Firma "Medi Natura" ausgelösten Fall interessiert sich auch die Gothaer Versicherung, die einen namensgleichen Versicherungstarif anbietet. Es werde nun geprüft, inwieweit das Delmenhorster Unternehmen gegen Namensrechte der Versicherung verstoßen hat, erklärte eine Sprecherin der Gothaer in Köln.











