Dass sie richtig mitarbeiten dürfen, hätten sie nicht gedacht. "Das war super - und hat sehr viel Spaß gemacht", sagen Lukas Ogas und Enes Yilmas. Die beiden Schüler der Gesamtschule Friedenstal nutzen im Rahmen des NW-Zeitungsprojektes "Klasse!" die Chance und schnupperten einen Tag "Postbankluft". Und berichten: Warum eigentlich Postbank? Werden hier nicht Briefmarken verkauft, Briefe und Pakete entgegen genommen und abgeholt? Das ist so. Aber es werden auch Bankgeschäfte getätigt. Die Kunden zahlen Geld ein, holen Geld ab oder plündern ihr Sparbuch.
Bei der Postbank kann man auch Wertpapiere kaufen und Kredite bekommen, wenn man kreditwürdig ist. Sie hat alles, was auch Sparkassen und andere Banken bieten.
Auch gibt es einen kleinen Shop in der Postbank. Dort kann man Glückwunschkarten, Umschläge, Kalender, Notizbücher und andere Kleinigkeiten kaufen.
In der Postbank an der Bäckerstraße gibt es fünf Schalter, etwa 120 Postfächer, ein Paketlager und den sogenannten 24-Stunden-Bereich. Hier kann man auch nachts am Automaten Geld abheben oder Briefmarken kaufen. Es sind dort momentan 11 Mitarbeiter beschäftigt.
Am Vormittag fühlen wir uns wie kleine Postangestellte. Jürgen Hagenbuch, ein netter Mitarbeiter, zeigt uns alles. Und lässt uns auch selbst tätig werden. Das haben wir so gar nicht erwartet. Wir haben gelernt: ein normaler Brief muss mit einer 55 Cent-Briefmarke frankiert werden. Wiegt er mehr als 20 Gramm, verlangt er eine 90-Cent-Briefmarke. Dann gibt es den Großbrief und den Maxibrief. Es gibt auch tatsächlich Leute in Herford, die Menschen im Ausland kennen und diese mit Post beglücken möchten.
Ob wir vielleicht eine Ausbildung bei der Deutschen Post machen? Damit wollen wir uns jetzt genauer beschäftigen. Im kommenden Jahr fragen wir dort wegen einer Praktikumsstelle an. Wer weiß, was sich daraus entwickelt.