Marienmünster (nw/sw). Schon von Weitem hörte man das wohlige Brummen der großvolumigen Diesel-Motoren: Da der Fendt als der Mercedes unter den Traktoren gilt, haben sich vor 5 Jahren einige Freunde dieser Traktorenmarke im Kreis Höxter zusammengetan und einen Fendt-Fan-Club gegründet. Jüngst ging’s auf Tour.
Fast alle Clubmitglieder haben etwas mit der Landwirtschaft oder angrenzenden Bereichen zu tun: Lohnunternehmer, Mitarbeiter von Maschinenringen oder Landwirte, die nicht nur bei der Arbeit einen Fendt fahren, sondern auch gerne privat damit unterwegs sind. So ist auch die steigende Anzahl an professionell restaurierten Fahrzeugen zu erklären.
Mittlerweile treffen sich die Fendt-Fans regelmäßig und haben gemeinsame Fahrten organisiert. Natürlich standen auch schon Besuche im Fendt-Werk auf dem Programm. Der nächste Besuch wird im Oktober diesen Jahres sein. Mit steigender Mitgliederzahl kam Matthias Böddecker, 1.Vorsitzender des Clubs, auf die Idee, zu den Vereinstreffen eine jährliche Traktor-Ausfahrt im Kreis zu organisieren. Die Sternfahrt fand vor einem Jahr über 50 Kilometer im Raum Steinheim statt und hat seinerzeit viel Aussehen erregt.
Nun aber rollte die grüne Kolonne erneut an. Mit 48 Fendt-Schleppern und 3.960 PS ging durch die Stadt Marienmünster und Umgebung. Ein Teilnehmer machte sich einen Tag vor der Fahrt sogar auf den Weg bis Passau, um einen eigenen Traktor für die Ausfahrt zu holen.
Start war bei S&Ü Hydraulik und Maschinenbau in Löwendorf. Geschäftsführer Thomas Scherer, der 2. Vorsitzende des Clubs, führte die Kolonne mit dem kleinsten seiner 4 Fendt-Geräteträger an. Beim Stopp auf dem Köterberg staunte man nicht schlecht über die vielen Traktoren.
Die Fahrtroute führte über Großenbreden, Vörden, Bredenborn und Sommersell, vorbei an der Abtei mit einer Kaffeepause und zurück.
Bei der Rückfahrt schloss sich der Kreis, als die Traktorenkarawane wieder bei S&Ü in Löwendorf ankam. Hier fand nach rund vier Stunden Fahrt auch der krönende Abschluss mit entsprechender Stärkung und Musik statt.
Zahlreiche Besucher stießen in die gemütliche Runde, und bis tief in die Nacht wurde schon die nächste Ausfahrt besprochen.