Höxter. Wo sonst nur schwere Panzer und große Fahrzeuge ihren Weg finden, tauchten am Samstag viele kleine Gefährte. Über 100 Smarts fuhren durch das Tor der General-Weber-Kaserne. Die Smart-Sternfahrt für die Kinder der Weserbergland-Klinik führte in diesem Jahr nicht sofort zurück zur Klinik. Zur großen Überraschung der kleinen Mitfahrer ging es zum ABC-Abwehrbataillon 7 in Höxter.
Seit 2005 veranstaltet der smart-club-hamburg gemeinsam mit der Deutschen Muskelschwundhilfe das Smart-Wochenende. Für die an Muskelschwund erkrankten Kinder ist die Ausfahrt der Höhepunkt ihres Aufenthaltes in Höxter. Aus ganz Deutschland kommen die Fahrer der kleinen Kult-Autos und rollen damit in einem bunten Konvoi durch das Weserbergland.
Viele von ihnen haben auf dem Beifahrersitz einen kleinen Gast, denn die Zahl der teilnehmenden Kinder steigt von Jahr zu Jahr. Cornelius gehört zu den Ferienkindern in der Klinik und nahm zum ersten Mal an der Ausfahrt teil. "Es hat mir gut gefallen, nur der Regen war nervig", erzählte der junge Mann über die Fahrt im Smart. Er hatte ein Cabriolet erwischt.
Auf Erkundungstour bei der Bundeswehr
Mit dem Wetter hatten alle Teilnehmer nicht so viel Glück wie im letzten Jahr - Regen und Sonnenschein wechselten sich ab. Nach anderthalb Stunden Fahrt durch das Weserbergland kam der Konvoi wieder in Höxter an, wo schon die Familienangehörigen der kleinen Patienten warteten.
Gemeinsam wurde danach das Gelände des Abwehrbataillons erkundet. Der 15-jährige Andrew aus Russland freute sich, nachdem er schon im letzten Jahr bei der Smartfahrt dabei gewesen war, über den überraschenden Abstecher zur Mittagspause zwischen Panzern und Lkws der Bundeswehr.
Soldaten der 1. und 2. Kompanie standen bereit, um Andrew und allen anderen Interessierten Fragen zu den Fahrzeugen und der Ausrüstung zu beantworten. "Wir wurden von den Veranstaltern angesprochen, ob wir nicht in der Kaserne eine Station für die Fahrt einrichten könnten. Bei der günstigen Lage zur Weserbergland-Klinik bietet es sich an", sagte Leutnant Michael Mundhenke.
Vorgeführt wurde neben Baggern und Panzern auch eines der neuesten Fahrzeuge des ABC-Abwehrbataillons, ein Iveco Eurotrucker. Über den technisch speziell ausgerüsteten Lkw und die dazugehörige Ausrüstung staunte auch Serdal, der zu den kleinen Patienten der Klinik gehört. Mit der Kamera hielt er das Erlebnis im Bild fest..
Im nächsten Jahr wird dann vielleicht auch ein Smart der Bundeswehr mitfahren. "In diesem Jahr konnten wir das Auto leider nicht ausleihen", sagte Mundhenke. Mit der Pause beim ABC-Abwehrbataillon wurde das Programm der Smartfahrt um ein weiteres Detail erweitert, dass den an Muskelschwund erkrankten Kindern besonderen Spaß brachte.