Höxter. Erster Eindruck: Sehr sympathisch. Und was nicht minder wichtig ist: Er kann auch was. Geschäftsleitung und Verwaltung des St.-Ansgar-Krankenhauses in Höxter sind überzeugt, mit Dr. Uwe Heckmann als Chefarzt, den richtigen Mann gefunden zu haben, den Neuaufbau der Neurologischen Klinik von der bisherigen Basisversorgung zur hochwertigen und umfassenden medizinischen Vollversorgung schwungvoll voranzutreiben.
"Jetzt können wir auch hier durchstarten", freut sich Verwaltungschef Stefan Kruse. Die Sympathie ist gegenseitig: Dr. Uwe Heckmann, der am 1. September seinen Dienst angetreten hat, und seit 1996 als Leitender Oberarzt der Neurologie im Klinikum Lüdenscheid tätig war, freut sich über die sehr herzliche Aufnahme, den schönen, positiven Start, und auf die neue Aufgabe.
Schnell wird deutlich, dass hier ein Teamplayer angetreten ist. Statt von sich, erzählt er sofort von seinen Kollegen in der Neurologie: Von Oberarzt Dr. Heiko Tauber, der einen Witz nach dem anderen zu erzählen vermag, Dr. Dietrich Wilkens und Assistenzarzt Dr. Oleg Leyendecker. Das derzeitige Quartett wird nicht lange unter sich bleiben.
Die Verstärkung, die zur Bewältigung der großen Herausforderung gebraucht wird und die Dr. Uwe Heckmann bereits selbst ausgewählt hat, ist quasi schon auf dem Weg nach Höxter. Mitte Oktober wird Facharzt Dr. Sorin Sabaciag, ein Kollege aus Lüdenscheid, den Dienst im St. Ansgar-Krankenhaus antreten. Es folgt die Fachärztin Dr. Anna Rokicka aus Leipzig und im Dezember wird schließlich Dr. Stefan Brüchert, ebenfalls vom Klinikum Lüdenscheid, das Ärzte-Team der Neurologie komplettieren.
Als erstes Ziel hat sich Heckmann, dessen Schwerpunkt die Schlaganfallmedizin ist, den Aufbau eines so genannten "Stroke-Units", eine zentrale Überwachungsstelle, zur schnellen und umfassenden Behandlung von Schlaganfall-Patienten gemacht. "Nicht warten – starten!" lautet das Motto bei einem Schlaganfall, wo es wirklich auf die Minute ankommt, um zu überleben und auch um drohende Folgeschäden so gering wie möglich zu halten. In Lüdenscheid war Heckmann Regionalbeauftragter der Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe.
Zu den häufigsten Erkrankungen neurologischer Patienten zählen Schlaganfälle, Epilepsien, das Parkinson-Syndrom, Nervenwurzelschäden, Demenzerkrankungen, Multiple Sklerose und Tumore. Hier sieht Dr. Heckmann gute Verknüpfungen mit der geplanten Einrichtung einer Strahlentherapie am St.-Ansgar-Krankenhaus im zweiten Halbjahr 2010.